Club & Livemusik

Die wollen alle nur spielen

Martin Schmidt
2. September 2014

Endlich: Der Monat, in dem Udo Jürgens 80 Jahre alt wird, ist da! Im Schatten seines Wiegenfestes (30. September) fallen auf denselben Tag auch die Geburtstage von, Gott hab ihn selig, Marc Bolan oder von einem Giganten wie Bata Illic. Zusammengerechnet sind Jürgens, Bolan und Illic so alt wie die Fuggerstadt. Vermutlich.

Zeit also für einen musikalischen, spielfreudigen Kindergeburtstag! Am Donnerstag, 18. September, 21 Uhr, beehren Coconami die Stadt auf der Soho Stage. Sie haben erst kürzlich ein zuckrig-melancholisches CD-Bonbon auf dem Münchner Kultlabel Trikont rausgehauen. Mit Ukulele, Block- und Nasenf öte, Kazoo, Bluesharp sowie zweistimmigem Gesang präsentieren die in München lebenden Japaner Nami und Miyaji ein glitzerndes Klangmobile aus Mini-Pop. Chansonesque und poesievoll, bunt und minimal. Da finden auch Cover-Versionen wie von Adriano Celentanos »Azzurro«, Spider Murphy Gangs »Sommer in der Stadt« oder der »Baby Elephant Walk« ins Programm.

Echo & The Kammermen

Die Veranstaltungsreihe »echokammer« blüht wieder auf: Sascha Stadlmeier aka EMERGE adoptiert das Ziehkind des AugsburgerKlangkünstlers Gerald Fiebig. Von 2007 bis 2009 gab es diese regelmäßige Reihe für akustische Kunst im Grenzbereich von Musik, Sprache und Geräusch. Organisatorisch unterstützt wurde das Format damals bereits von EMERGE und dem Schreiber dieser Zeilen. Nun findet die »echokammer« wieder regelmäßig statt (geplant ist monatlich) und hat ihr neues reguläres Zuhause in der ebenfalls neuen Ganzen Bäckerei in der Frauentorstraße 34. Am Samstag, 6. September, 20 Uhr, spielen Andreas Glauser (Zürich) und Strotter Inst. (Bern). Während Glauser anhand manipulierter Mischpulte und Synths brutzelnde Klangwelten erschließt, vinylisiert sich Strotter Inst. mit präpariertem Lenco-Plattenspieler knisternd in die Ohren des geneigten Publikums.

www.echokammerkonzerte.wordpress.com

IG Metall

Wem Subtilität eher auf den Geist geht und wer morgens gerne mit rostigen Reißnägeln gurgelt, dem sei die Wacken Road Show empfohlen. Das Ding liefert 34 Gigs in neun Ländern ab und macht am Montag, 29. September, in Augsburg im Spectrum Club halt. Die Gitarren im Anschlag haben Graveworm, Emergency Gate, Tenside, Scarred By Beauty und lokale Gäste. Zeit, an ein weises Diktum von Bruce Dickinson, dem Frontmann von Iron Maiden, zu erinnern: »There are basically two categories of music: Metal and bullshit.«

Weitere Positionen

27. November 2021 - 9:00 | Manuel Schedl

Die erste Kunstausstellung im 2019 sanierten Wittelsbacher Schloss in Friedberg widmet sich unterschiedlichen Aspekten der Zeit in Kunst und Kunsthandwerk und glänzt mit großen Namen von Philipp Otto Runge bis Salvador Dalí.

26. November 2021 - 18:00 | Anna Hahn

Cornelia Funkes Erfolgsroman »Tintenherz« ist das aktuelle Familienmärchen zur Weihnachtszeit des Staatstheaters. Es ist spannend, düster, lustig und voller Liebe.

26. November 2021 - 13:20 | Anna Hahn

Die Comic-Autorin Lisa Frühbeis erhält heuer den 62. Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Kategorie Literatur. Dazu herzlichste Gratulation! Eine sehr gute Entscheidung der Stadt, findet Michael Moratti. Ein Gastbeitrag mit Lesetipps.

25. November 2021 - 10:30 | Juliana Hazoth

Am 10. November fand in der Stadtbücherei eine Lesung mit anschließendem Gespräch mit der in Paris geborenen Autorin Elisa Diallo und dem Schweizer Autor Thomas Meyer statt. Unsere Literaturredakteurin Juliana Hazoth traf im Vorfeld der Lesung Thomas Meyer und sprach mit ihm über sein Buch »Was soll an meiner Nase bitte jüdisch sein?«.

24. November 2021 - 8:00 | Juliana Hazoth

Im dritten Anlauf gelang dem Staatstheater schließlich die Premiere von »Die Kunst des Wohnens« und begeisterte damit das Publikum.

23. November 2021 - 12:04 | Juliana Hazoth

Das multimediale Theaterensemble Bluespot Productions bringt mit »WYZCK-20« einen Klassiker auf die Bühne, dessen zentrale Frage nach dem Wert des Menschen nie an Aktualität verliert.

22. November 2021 - 18:00 | Juliana Hazoth

Regisseurin Lilli-Hannah Hoepner inszeniert in »Mary Page Marlowe« die Suche nach einem erfüllten und selbstbestimmten Leben.

22. November 2021 - 10:01 | Renate Baumiller-Guggenberger

Konzertant und in ungarischer Originalsprache (mit deutschen Übertiteln) präsentierte Augsburgs GMD Domonkos Héja im 2. Sinfoniekonzert am Dienstag und Mittwoch nach Mozarts Jupitersinfonie die einaktige Oper Herzog Blaubarts Burg.

18. November 2021 - 10:00 | Thomas Ferstl

Nach den Erfolgsserien »House of Cards« und »Haus des Geldes« sorgen neue Haussagas nun wieder für Furore. Projektor, die a3kultur-Filmkolumne von Thomas Ferstl im November.

18. November 2021 - 9:37 | Iacov Grinberg

In der Augsburger Staats- und Stadtbibliothek wurde die Ausstellung »Sole Survivors & Rare Editions« mit unikalen, seltenen und illuminierten Inkunabeln aus dem Bestand der Bibliothek eröffnet.