In schwindendem Licht. Jüdische Spuren im Osten Europas

In schwindendem Licht. Jüdische Spuren im Osten Europas

13. Juni 2019 - 9:00

Bukowina-Institut

Im Osten Europas, in einem Gürtel zwischen Baltikum und Schwarzem Meer, lebte einst die Mehrheit der europäischen Juden. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie von den deutschen Besatzern und ihren Helfern nahezu vollständig ermordet. Geblieben sind die Spuren früheren jüdischen Lebens: zerstörte oder zweckentfremdete Synagogen, überwucherte Friedhöfe, Grabsteine im Straßenpflaster, Spuren von Haussegen an den Türpfosten. Die Fotoausstellung richtet ihren Blick auf Spuren jüdischen Lebens in der historischen Region Bukowina und ihren Nachfolgestaaten. Sie will zur weiteren Auseinandersetzung mit dem jüdischen Erbe der Bukowina anregen, die als am stärksten multiethnisch und jüdisch geprägtes Kronland galt. - Der Kölner Fotograf und Blogger Christian Herrmann bereist seit Jahren Osteuropa, um Spuren jüdischen Lebens zu dokumentieren. Als Fotograf interessiert er sich vor allem für Orte, die noch von keiner "Erinnerungskultur" überformt wurden und an denen die verheerende Kraft der Diktaturen des 20. Jahrhunderts unmittelbar sichtbar wird.

Themen: Ausstellung