Jesus Christ Superstar: Rockoper von Andrew Lloyd Webber

Jesus Christ Superstar: Rockoper von Andrew Lloyd Webber

23. Juli 2019 - 20:30

Freilichtbühne am Roten Tor

Der gerade erst 22-jährige Andrew Lloyd Webber landete 1971 mit der Uraufführung seiner Rockoper »Jesus Christ Superstar« in New York einen großen Erfolg. Trotz heftiger Widerstände verschiedener christlicher Gruppierungen war die Originalinszenierung 720 Mal am Mark Hellinger Theatre in New York zu erleben. 1973 folgte die Verfilmung, die für zahlreiche Oscars und Golden Globes nominiert wurde. Hits wie »I Don’t Know How to Love Him«, »I Only Want to Say« oder Herodes’ Song »Try It And See« sprechen für sich selbst, aber das Werk erzielt insbesondere in der szenischen Umsetzung seine Wirkungskraft.

Der Autor Tim Rice, der neben Texten für Musicals auch an den Drehbüchern der Disney-Filme »Aladdin« und »Der König der Löwen« mitgearbeitet hat, verfasste in Anlehnung an die Evangelien die Handlung, die die letzten sieben Tage von Jesus’ Lebens umfasst. Dabei stellt er Jesus den desillusionierten Judas als Erzähler gegenüber, der auch seine Missbilligung der Beziehung zwischen Maria Magdalena und Jesus offen ausspricht. Die Passionsgeschichte von letztem Abendmahl über Verrat im Garten Getsemani und Verhör durch Pontius Pilatus bis zu Kreuzweg und Tod am Kreuz wird durch Judas‘ zweifelnden Blick konterkariert, was zu einer heutigen, dialektischen Sicht auf den Star Jesus Christ führt.

In packenden Rhythmen und berührenden Melodien erzählt Webbers Musical über die Geburt einer Weltreligion die Geschichte von menschlichen Träumen und Sehnsüchten ebenso wie von der Gefahr des Glaubens, der zum Fanatismus wird.

Mit Cusch Jung, Chefregisseur der Musikalischen Komödie Leipzig, nimmt sich ein äußert erfahrener Musical-Regisseur und Preisträger des International Musical Awards, diesem Klassiker des modernen Musicals an.