Neue Böse Häuser bauen

Neue Böse Häuser bauen

28. Februar 2019 - 15:00

Grandhotel Cosmopolis

An einem Ort, an dem Menschen gezwungen sind, auf engstem Raum zusammenzuleben, entstehen Allianzen. Doch es gären auch Vorurteile. In einem theatralen Gedankenexperiment ergründet das Berliner Kollektiv Turbo Pascal die Auswirkungen wertebasierter Einflüsterungen. Via Kopfhörer erlebt das Publikum eine spielerische Perspektive auf sein Gegenüber und sich selbst.

Die Frage ist immer, und gerade jetzt: Wie gehen wir mit denen um, die es anders sehen? Was sind Gedankengänge oder -gebäude, bei denen wir noch mitgehen oder auf die wir eingehen können? Welchen Denk- oder Sprechweisen erteilen wir eine klare Absage oder gehen in den Widerstand? Und welches Denken sind wir gewöhnt, als „böse“ zu labeln?

In „Böse Häuser“ veranstalten Turbo Pascal Gedankenexperimente mit sich selbst und dem Publikum: Es sind Experimente im Um- und Andersdenken, im Überprüfen und Einstürzen eigener Gedankengebäude, im Verstärken oder Umdrehen von Glaubenssätzen, im Betreten und Verlassen anderer Vorstellungswelten. In einer Zeit, in der sich Denkräume im Netz und in der Nachbarschaft scheinbar stärker voneinander abgrenzen und verfestigen, betreibt Turbo Pascal ideologische Denkübungen und Gedankengymnastik: Wie beweglich wollen wir sein? Konzept: Turbo Pascal | Von und mit: Bettina Grahs, Friedrich Greiling, Angela Löer, Frank Oberhäußer, Luis Pfeiffer, Eva Plischke | Musik: Friedrich Greiling | Ausstattung: Janina Janke | Regieassistenz: Lena Mallmann Eine Produktion von Turbo Pascal in Koproduktion mit Theater Rampe Stuttgart und SOPHIENSÆLE. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Fonds Darstellende Künste e.V.