Finissage mit öffentlicher Führung: 1933

Finissage mit öffentlicher Führung: 1933

24. Februar 2019 - 15:00

Jüdisches Museum Augsburg Schwaben

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben eröffnete im letzten November die Installation „1933“ der österreichisch-iranischen Künstlerin Ramesch Daha.

Bei einer öffentlichen Führung mit Museumsdirektorin Dr. Barbara Staudinger gibt es am 24. Februar 2019 letztmals Gelegenheit, die Installation anzuschauen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Der 80. Jahrestag der Novemberpogrome war der geeignete Anlass für das Jüdische Museum, mit einer künstlerischen Arbeit den Beginn der Ausgrenzung der deutschen Juden und Jüdinnen zu thematisieren – gerade heute, in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft wieder polarisiert.

In der eigens für das Museumsfoyer angefertigten Arbeit setzt sich Ramesch Daha mit der antisemitischen Symbolpolitik der Nationalsozialisten im Jahr 1933 auseinander: der Entfernung der als „jüdisch“ markierten Namen aus der amtlichen Buchstabiertafel und der zeitgleich einsetzenden Bücherverbrennungen jüdischer Autorinnen und Autoren. Die deutsche Bevölkerung sollte dadurch sichtbar in Deutsche und Juden getrennt werden, um die jüdische Bevölkerung schließlich zu stigmatisieren und aus der Gesellschaft zu entfernen.