Domestic Space #1 (Fotografie): Anja Behrens, Karen Irmer & Kirk Sora

Domestic Space #1 (Fotografie): Anja Behrens, Karen Irmer & Kirk Sora

23. Februar 2021 - 0:00

Online

Teil 1 von drei aufeinanderfolgenden Ausstellungen im Showroom der Galerie augsburg contemporary, bei denen im ersten Halbjahr 2021 an neun exemplarischen Beispielen aus dem umfangreichen Portfolio der Zweigstelle Berlin die Bereiche Fotografie, Malerei und Skulptur thematisiert werden. Titel der Reihe ist »Domestic Space«. Teil 1 mit dem Schwerpunkt Fotografie beginnt mit Arbeiten von Anja Behrens, Karen Irmer und Kirk Sora. 

Die Ausstellung findet derzeit als Online-Ausstellung in 3D statt: https://zweigstelle.berlin/i/domestic-space-or-fotografie

Karen Irmer (Augsburg) entwickelt mittels innovativer 360°-Technologie eine raumgreifende Videoarbeit, die den Betrachter mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille in eine immersive 360° Welt entführt. Die unwirklich und atmosphärische Situation an einem steilen nebelverhangenen Berghang macht die Orientierung schwer und löst sich von der Gegenständlichkeit. Eine hochformatige Fotografie im Galerieraum fungiert als Eingang in diese lautlose Welt. Da die Galerie coronabedingt vorerst nur online in 3D zu besuchen sein wird, kann das Video dann über eine Projektseite betrachtet werden. 

Anja Behrens (Hamburg) zeigt Fotografien aus ihrer neuen Serie »Ein | Blick der Ruhe« (siehe Bild). Diese mixed media Serie ist eine subjektive Interpretation der Kräfte, die sich in steinigen Kluften, der See und dem Eis Norwegens bilden - eine unbegreifliche Anziehung, aus der sich Kraft und Ruhe schöpfen lässt. Die Wechselwirkung der gespiegelten Fjorde, die man hinauf blickt und die Tiefe des mehrschichtigen Harzes lassen den Blick zwischen Höhen und Tiefen hin und her gleiten. Diese Bilder sind eine Hommage an den Norden. »Eine Wahrheit so weich und tief wie die See und so klar und unausweichlich wie die Zeit.«

Von Kirk Sora (Wismar) sind Arbeiten aus der Serie »Poison Ivy« zu sehen. Der Titel ist bewusst offen und vielschichtig gewählt. Er soll Raum für Interpretationen in alle Richtungen gewähren, und thematisch nicht einengen. Konzeptuell verbindendes Element der zwar seriell angelegten, inhaltlich und formal aber autonomen Arbeiten ist die Einbeziehung des Sonnenlichts als wichtige Inspirations- und Informationsquelle. Das quadratische Format sowie die Verwendung von analogem Equipment bilden die, bewusst gewählte, technische Grundlage.

Bis 6. März 2021. | www.zweigstelle.berlin/i/neustart-kultur