Altertumswissenschaftliches Kolloquium

Altertumswissenschaftliches Kolloquium

25. Juni 2019 - 18:15

Universität Augsburg, Großes Hörsaalzentrum

Mit den Feldzügen der beiden kaiserlichen Prinzen Drusus und Tiberius im rechtsrheinischen Germanien rückte das Gebiet zwischen Rhein und Elbe ab 12 v. Chr. in den Mittelpunkt der römischen Expansionspolitik. Gut 16 Jahre später, nach wechselvollen und verlustreichen Kämpfen, schien Germanien auf dem besten Weg zu sein, eine römische Provinz zu werden. Der Untergang des Varus und seiner drei Legionen 9 n. Chr. im Teutoburger Wald stellte die Herrschaft Roms über die germanischen Stämme wieder völlig in Frage. Noch kurz vor seinem Tod beauftragte Augustus den Sohn des Drusus, Germanicus, damit, die erlittene Schmach zu rächen und die Kontrolle über die verlorenen Gebiete wiederzugewinnen. Dieser führte zwischen 14 und 16 n. Chr. mehrfach große Expeditionsarmeen in das Gebiet zwischen Rhein und Weser, der entscheidende Sieg blieb ihm aber bis zu seiner Abberufung durch Kaiser Tiberius im Jahre 17 versagt. Der Vortrag gibt einen Überblick über die archäologischen Quellen zur römischen Besetzungsgeschichte Germaniens. Dabei werden auch neue Forschungsergebnisse vom wahrscheinlichen Schlachtfeld der clades Variana in Kalkriese und aus einem neu entdeckten Marschlager bei Hannover vorgestellt. - Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe am 9. und 23. Juli 2019

Ähnliche Termine