Ernst Troeltsch: Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft

Ernst Troeltsch: Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft

15. Oktober 2019 - 19:00

vhs Augsburg

Vor genau 100 Jahren hat der Haunstetter Theologe Ernst Troeltsch als Vertreter der liberalen Theologie mit seinem Werk zu Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen weltweite Prominenz erlangt. Er hat die kulturelle Bedingtheit von Glaubenslehren erkannt und gleichzeitig die soziale Relevanz des Christentums eingefordert. Konservative Kritiker wie der Schweizer Theologe Karl Barth werfen Troeltsch vor, Gott "klein gemacht" zu haben. Dennoch (und trotz aller Verfehlungen) stellen die christlichen Kirchen in wichtigen ethischen Fragen weiterhin eine moralische Instanz dar. Lebt der freiheitlich säkularisierte demokratische Staat von Voraussetzungen, die er selber (ohne die Kirche) gar nicht garantieren kann? Im Umkehrschluss: Ist der Glaube gar eine Voraussetzung fürs Überleben der Demokratie?

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