Klassik

Wie im Rausch

Gastautor

Der Bezirk Schwaben präsentierte im Schloss Höchstädt ein berauschendes Konzert.

An diesem Abend gab sich das emotionsgeladene Duo mit der Pianistin Julia Okruashvili und dem ungarischen Cellisten László Fenyö die Ehre. Die aus Moskau stammende Okruashvili hat sich der Kammermusik in ihrer ganzen Vielfalt verschrieben. Regelmäßig gastiert sie bei großen Festivals wie dem Mosel-Musikfestival, dem Tokio Spring Festival oder den Bregenzer Festspielen. Sie wurde bei der Internationalen Academy Freiburg mit dem Rosario-Merciano-Preis und bei dem Maria-Yudina-Wettbewerb ausgezeichnet und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Fenyö gibt weltweit Meisterkurse und besticht durch seine atemberaubende Technik, enorme Brillanz und großes Repertoire. Er gewann den Pablo-Casals-Wettbewerb und ist Professor in Karlsruhe.  

Nun präsentierte sich das Duo im Schloss Höchstädt in Topform. Vor der Pause vereinigten sich die Musiker*innen symbiotisch mit Kompositionen von van Beethoven, Zoltan Kodaly und Schuhmann in immer intensiver werdende Dialoge und Interaktionen. Nach der Pause steigerten sich die beiden Weltklasseinstrumentalisten bei den drei Choralvorspielen von Zoltan Kodaly nach Johann Sebastian Bach und der Sonate für Cello und Klavier op. 26 von Edvard Grieg in ungeahnte emotionale Höhen. Selten erlebt man so ein intuitives und intensives Zusammenspiel. Mit traumwandlerischer Sicherheit führten die beiden Protagonist*innen das restlos begeisterte Publikum in einen faszinierenden Rausch.

www.hoechstaedt.bezirk-schwaben.de

 

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