Mit der Polonaise startet die Brechtbühne in die neue Spielzeit. Es ist die verhängnisvolle Karnevalsfeier jener Nacht, auf der die junge Hauswirtschafterin Katharina Blum den gesuchten und des Terrorismus verdächtigten Ludwig Götten kennenlernt. Infolgedessen wird die junge Blum zum Ziel der Ermittlungsbehörden, welche auf der verbissenen Suche nach Götten und ihrer angeblichen Komplizenschaft ihr Leben bis aufs Intimste zerfleddern und dabei nicht unwissentlich auf die Hilfe des Boulevardjournalismus setzen, welcher »ganz andere Möglichkeiten« habe.
Positionen
»Freude an sehr guter Musik und netten Menschen«
Engagement, Zusammenhalt, viel Leidenschaft, ein exquisites Programm und ein motiviertes wie interessiertes Publikum machen das Internationale Gitarrenfestival in Wertingen jedes Mal zu einem musikalischen Highlight für alle, die die Stars der Gitarren-Szene von Klassik bis Tango, von Blues bis Samba hautnah erleben wollen.
Die stimmige Atmosphäre, die für alle erschwinglichen Eintrittspreise, die parallel stattfindenden Workshops und die Nähe zum Publikum sind nur die sichtbaren Stützpfeiler dieses durch und durch grandiosen Festivals.
Sichtbarkeit, Kultur, Etat
Kulturelle Sichtbarkeit ist eine grundlegende Voraussetzung, wenn es darum geht, einerseits den gesellschaftlichen Stellenwert von Kunst und Kultur widerzuspiegeln sowie ganz konkret Kulturorte und deren Programm auf vielfache Weise im Mikrokosmos einer diversen Stadtgesellschaft zu präsentieren. Zweifelsfrei verändert sich kulturelle Sichtbarkeit. Das liegt mitunter an der veränderten Bedeutung von Printmedien, in denen Kulturveranstaltungen beworben werden. Hinzu kamen neue digitale Möglichkeiten. Allerdings ohne analoge Werbeorte vollständig zu verdrängen.
Aggression oder Notwehr?
In »Orca« wird aus der Perspektive der Protagonistin Cora erzählt, die sich immer weiter in einem endlos wirkenden Doppelleben aus Lügen verstrickt. Die anfangs ehrgeizige Schülerin einer Eliteschule hat ein unglaubliches Bedürfnis nach Anerkennung. Die »rich kids« ihrer Schule nehmen sie nicht wirklich freundlich auf und sie landet durch ihre ehemalige Kindheitsfreundin Olympia in einer klimaaktivistischen Gruppierung, in der sich beide immer weiter radikalisieren, jedoch aus unterschiedlichem Antrieb.
Objektiv und Meißel
Die aktuelle Sonderausstellung »Im Dialog« im MUGS bringt Fotografien, Fotocollagen und Steinskulpturen miteinander ins Gespräch – und das auf eine Weise, die neugierig macht. Anlass ist der 75. Geburtstag von Lothar Zull, dem ein Querschnitt durch sein fotografisches Schaffen gewidmet ist. Zulls Arbeiten reichen von seinen ersten Aufnahmen aus den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart und beweisen: Fotografie kann erstaunlich einfach sein.
Aufgestellt & ausgegrenzt
Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben, die Universität Augsburg, die Kunstsammlungen & Museen Augsburg sowie der FC Augsburg haben gemeinsam eine kleine, aber feine Sonderausstellung realisiert. Im Mittelpunkt steht das Thema »Jüdinnen und Juden im Sport in Schwaben im 19. und 20. Jahrhundert«. Im Innenhof des Maximilianmuseums erzählen fünf Stationen die Lebenswege jüdischer Sportler*innen aus der Region.Neben Beispielen wie dem Turnverein Buttenwiesen oder dem Alpenverein Memmingen nimmt die PTGA – die Private Tennisgesellschaft Augsburg – eine zentrale Rolle in der Ausstellung ein.
Hollywood auf Deutsch
Natürlich, es gibt auch eine Vielzahl an bemerkenswerten Ausnahmen. Diesen Monat sind es sogar zwei Genrefilme »made in Germany«, die an Hollywood-Streifen erinnern, aber ganz und gar keinen Fremdscham aufkommen lassen:
»Running away is easy, it’s the leaving that’s hard«
Das Liebespaar nimmt uns mit auf eine (Zeit-)Reise, die sie emotional auf die Probe stellt und bewusst die eigentliche Bedeutung von »Zuhause« infrage stellt. Definiere ich mein Zuhause, oder definiert mein Zuhause mich? Queer und auf dem Land aufgewachsen, fanden sie sich in der freien Entfaltung der eigenen Person eingeschränkt – ein fluchtartiges Verlassen folgte. Durch die Rückkehr an die Orte, die sie vor langer Zeit hinter sich ließen, wird deutlich, dass Identität nur zum Teil an Heimat gebunden ist.
Wenn es eng wird auf der Tastatur...
Im ausverkauften Rokoko-Festsaal des Schaezlerpalais widmeten sich vier Fortepiano-Koryphäen an ebenso vielen kostbaren Originalinstrumenten aus Augsburg, Regensburg und zwei Londoner Werkstätten der hohen Kunst des zwei- bis fünfhändigen Sonatenspiels. Nicht zuletzt die im späten 18. Jh. gebauten Augsburger Instrumente von Johann Andreas Stein waren dank innovativer Mechanik in ganz Europa rege nachgefragt und erfüllten höchste Qualitätsansprüche.
Bier darf kein Luxus werden
Zum Interview trafen wir Stephanie Schmid bei einem ihrer Kunden, der Schrebergartenwirtschaft »Im Garten« auf der Perzheimwiese im Augsburger Thelottviertel. Die Brauerei Ustersbach hat viele Gastrokund*innen, jedoch nur einige Gasthäuser im Eigentum. Neben dem weithin bekannten Bräustüble beim Brauhaus gehören die Holzkohle-Grillrestaurants FeuerWerk in Augsburg neben der City-Galerie sowie in Fischach und das Landgasthaus Leuthau mit seinen Fischspezialitäten in idyllischer Lage an der Wertach bei Schwabmünchen dazu. Nach dem Gespräch kam der Durst.
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