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»Jagen und Fischen« bleibt beliebt

Gastautor

Nach einer zweijährigen Coronapause fand auf dem Messegelände in Augsburg die Ausstellung »Jagen und Fischen« statt.

Ich besuche die jährlich stattfindende Ausstellung seit 2012 und konnte einige Unterschiede zu den Besuchen in den Jahren vor Corona feststellen. Die Ausstellung war nur für drei statt wie zuvor für vier Tage angesetzt und fand zudem in nur drei statt vier Messehallen statt. 25.000 Besucher*innen besuchten die Messe in diesen Tagen. In Anbetracht der kürzeren Ausstellungszeit und der abgespeckten Ausstellungsfläche übertraf diese Zahl die Erwartungen der Organisatoren. Meine Begleitung bemerkte beim Gang durch die Messe, dass vor allem der Gastronomie sehr viel Platz eingeräumt wurde. Vor allem am Wochenende waren viele Familien mit Kindern und auch Hunden dort zu finden.

Ich bin selbst kein Jäger, daher interessiere ich mich weniger für Ausrüstung, vielmehr interessieren mich die stets angebotenen künstlerisch verzierten Waffen, die diesmal aber fehlten. Es waren nur ganz praktische Gewehre präsent. Vor allem Zielfernrohre und ein großes Angebot an Kleidung wurden angeboten.

Bei den Ständen von Fischervereinen standen großen Aquarien mit verschiedenen Fischen als Bildmaterial für zahlreiche junge Besucher. Dort stand auch ein »Fischmobil«, ein Minibus des Landesfischerverbands Bayern-Württemberg mit zahlreichen Spielen und Bildungsmaterialien. Er zog zahlreiche Kinder an. 

Der dritte Saal, wo Jagdhunde sich selbst und ihr Können präsentierten, war offenbar voll allem für Kinder interessant. Sie waren begeistert von den Hunden und durften sie sogar streicheln. Die Erwachsenen beobachteten ebenfalls mit Begeisterung das Können der Hunde, die zum Beispiel ein rohes Ei mit ihrem Maul nahmen und unbeschädigt seinem Herrchen übergaben.

Die Besucher berichteten mir, dass sie das Angebot der Ausstellung schätzten, aber beklagten die gestiegenen Preise. Viele erzählten auch von einer Veränderung im Verhältnis zu ihrem Jagd- oder Fischereihobby in ihren Familien. Viele möchten die Beute oder Fang selbst weiterverarbeiten. Diese Veränderung war für mich nicht völlig überraschend. Vorherige Woche sprach ich mit einigen Besitzern von Schrebergärten, die planen für dieses Jahr kaum Blumen, sondern Gemüse zu pflanzen.

Als Ergebnis kann man sagen, dass der Start in das Ausstellungsjahr ist gelungen. Zumindest diese Ausstellung bleibt in Augsburg. Nächstes Jahr findet die Messe vom 12. bis 14. Januar 2024 statt.

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