Ausstellungen & Kunstprojekte
Festival

Die Medienkunst in die Stadt bringen

Das 22. Medienkunstfestival Lab.30 ist vorbei. a3kultur sprach mit Maria Trump, Popkulturbeauftragte der Stadt Augsburg und 2023 erstmals künstlerische Leiterin des Festivals, über ihre persönliche Bilanz der Festivaltage und Perspektiven für die Zukunft.

a3kultur: Liebe Maria, wie geht es dir?

Maria Trump: Danke, ich bin gerade mitten im Festivalabbau und habe den »Festivalschnupfen«, von dem man mir schon sagte, dass er jede Festivalleiter*in ereilen würde. (lacht)

Bist du denn zufrieden mit dem Verlauf deines ersten Lab.30?

Sehr zufrieden. Kein einziges Kunstwerk ist kaputtgegangen, und alle Performances liefen ab wie geplant. Und die Stimmung, vor allem auch unter den jungen, internationalen Künstler*innen, war hervorragend. Da wurde sich ausgetauscht und connected, sie unterhielten sich in ihrer Herberge, im SLEPS, und gingen zusammen in Bars.

Gibt es schon Besucherzahlen?

Ja, die liegen mir ganz frisch vor: In dem Festivalzeitraum von Donnerstagabend bis Sonntagnachmittag zählten wir insgesamt etwa 1.400 Besucher*innen. Wobei die Zahl der Anwesenden wegen der pauschalen Familientickets noch etwas höher liegen dürfte. 

Auch die angeschlossenen Workshops waren ganz gut besucht, wie ich selbst mitansehen konnte. Das Konzept eines familienfreundlichen Lab.30 ging also auf?

Voll. Aber auch die Aftershow Party im max neu[n] mit DJ Djonni Laser vom City Club war gut besucht. 

Ein Signal, dass das Lab mehr in der Innenstadt präsent sein sollte?

Wir werden das Lab.30 in Zukunft sicher etwas breiter denken und versuchen, die Medienkunst in die Augsburger Clubszene zu bringen. 

Und das Abraxas? Die BBK-Kunsthalle wird es ja in der Form künftig nicht mehr geben (diese soll zum Theatersaal mit Tribüne umgebaut werden – Anm. Red.).

Ich habe diesbezüglich schon mit Susanne Reng (Leiterin des Jungen Theaters Augsburg – Anm. Red.) gesprochen. Es gibt u.a. Pläne für eine rückbaubare Tribüne. Und das große und verwinkelte Abraxas bietet ja viele Möglichkeiten, die Ausstellung unterzubringen. Aber natürlich ist ein zukünftiger Festivaljahrgang im H2 im Glaspalast ebenso denkbar. Ich stehe einem Ortwechsel grundsätzlich offen gegenüber. Dies wird aber sicher noch nicht den Festivaljahrgang 2024 betreffen. Und wir wollten das auch erst nach dem Festival 2023 zum Thema machen. 

Du wirst also 2024 wieder als Festivalleiterin zur Verfügung stehen?

Ja, sehr gerne. Und Julia Lange und die gesamte Crew im Wesentlichen auch. Das Festival ist mit 30.000 Euro Etat und zahlreichen Sponsoren (u.a. die Stadtsparkasse Augsburg sowie öffentliche Stellen in den Heimatländern der Künstler*innen – Anm. Red.) auch gut finanziert.

Danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, und gute Erholung. Der Feiertag steht ja bevor.

Danke. Da räumen wir das max neu[n] aus. (lacht)

Das Interview führte Manuel Schedl. 
 

 

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