Bildung
Politik & Gesellschaft

Wie egoistisch ist unsere Demokratie?

Dr. Norbert Stamm
Gastautor

Wie schafft es eine demokratische Gesellschaft, ihre gesamtgesellschaftliche Entwicklung auf die global (SDGs) und lokal (Zukunftsleitlinien) politisch beschlossenen Nachhaltigkeitsziele hin auszurichten? Ein Gastbeitrag von Dr. Norbert Stamm vom Büro für Nachhaltigkeit

Unser bisheriges Wirtschafts- und Wohlstandsmodell ist weder ökologisch noch weltweit möglich, so das Ergebnis der Studien »Grenzen des Wachstum« (1972) und »Earth for all« (2022) des Club of Rome. Wohlstand und Lebensqualität müssen ressourcenärmer und solidarischer ausfallen und gelebt werden. Die Veränderungen hierfür müssen demokratisch herbeigeführt werden. 

Es gilt also, Wege zu finden, politische Mehrheiten zu organisieren, die diese Veränderung starten und in der gebotenen Eile umsetzen. Das scheitert bisher. Denn diese Veränderungen sind auf den ersten Blick für die an den jetzigen Wohlstand Gewöhnten oft unangenehm. 

Es scheint, dass Demokratie egoistisch im Sinne der jetzt Wählenden entscheidet, im Sinne  der hier und heute lebenden Menschen. Was ist mit denen, die bei uns nicht mitwählen können – zukünftige Generationen, Menschen jenseits unserer Staatsgrenze? Demokratie und nachhaltige Entwicklung – geht das? Es muss.

Die Veranstaltung »Wie egoistisch ist unsere Demokratie? – Nachhaltigkeitsziele und demokratische Entscheidungsprozesse« findet am Sonntag, 21. Juli um 18 Uhr auf dem Moritzplatz statt. Sie ist Teil des Kulturprogramms zum Hohen Friedensfest 2024. Die Besucher*innen erwartet bei freiem Eintritt ein Gespräch im Ambiente der Ausstellung »Friedensklima«, die noch bis 8. August auf dem Moritzplatz zu sehen ist. Veranstalter*in ist das Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg.

www.friedensstadt-augsburg.de

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