Film

Alte Filme, neues Glück

Filmstill Beetlejuice 2024

»Projektor« – unsere Kinokolumne im September

Liebe Leser*innen, da ich, sofern es das Wetter erlaubte, den August äußerst aktiv genutzt habe, kam ich kaum zum Filmeschauen. Radfahren, Klettern, ein gutes Buch aus der Buchhandlung am Obstmarkt Lesen... ich hoffe, Sie sehen es mir nach. Aber da der Kulturmonat ohne »Projektor« zwar möglich, aber sinnlos ist, habe ich mir zumindest zwei Trailer genauer angesehen, denn im September bekommen zwei beliebte Klassiker der mehr oder weniger jüngeren Filmgeschichte eine Fortsetzung beziehungsweise Neuauflage.

»Beetlejuice« (1988) erzählt die Geschichte der beiden Geister Adam (Alec Baldwin) und Barbara Maitland (Geena Davis), die bei einem Autounfall aus dem Leben geschieden sind. Doch bevor sie endgültig ins Reich der Toten kommen, müssen sie zuerst 125 Jahre in ihrem Haus bleiben – so will es die Bürokratie aus dem Jenseits. Zu allem Überdruss zieht dann auch noch eine überaus lebendige und vitale Familie aus New York, bestehend aus Charles (Jeffrey Jones), Delia (Catherine O'Hara) und Tochter Lydia (Winona Ryder), in das kleine Häuschen ein. Weil den Maitlands ihre Nachmieter*innen immer mehr auf die Nerven gehen, rufen sie den Poltergeist Beetlejuice (Michael Keaton) zu Hilfe, um ihr Haus von den Lebenden zu befreien. Der stellt sich aber als überaus grausamer und gehässiger Entmieter heraus …

36 Jahre später ist »Beetlejuice« (12. September; Cinemaxx, Cinestar, Cineplex) wieder da! Nach einer unerwarteten Familientragödie kehrt Lydia, die noch immer von Beetlejuice heimgesucht wird, in das alte Haus zurück. Ihr Leben gerät völlig aus den Fugen, als ihre rebellische Teenager-Tochter Astrid (Jenna Ortega) ein rätselhaftes Modell der Stadt auf dem Dachboden entdeckt, und das Tor zur Welt der Toten unbeabsichtigt geöffnet wird. Sowohl im Diesseits als auch im Jenseits braut sich alsbald Unheil zusammen ...

Mit seinem zweiten Spielfilm, legte Regisseur Tim Burton 1988 den endgültigen Grundstein für seine eigene, stets erkennbare Handschrift – und trotz der eigenwilligen Herangehensweise lief »Beetlejuice« erfolgreich in den Kinos. Heute ist der Film Kult: Brillant skurril und voller Ideen bietet »Beetlejuice« einige von Michael Keatons köstlichsten manischen Werken - und gruselig-komischen Spaß für die ganze Familie. Die Premiere des zweiten Teils fand nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig statt. 

Doch die Trailer versprechen, dass Teil 2 an die unterhaltsamen Qualitäten des Originals anknüpfen kann. Sicherlich eine hervorragende Einstimmung auf Halloween. 

Apropos Halloween: Es ist schon fast so weit, als Eric Draven (Bill Skarsgård) und seine Verlobte Shelley (FKA Twigs) von einer Bande von Schlägern brutal überfallen und schließlich ermordet werden. Doch bald darauf wird Draven von einer mysteriösen Krähe wiederbelebt und erhält geheimnisvolle Kräfte. Für Eric ist die Nummer glasklar: Seine und Shelleys Mörder werden für ihre blutige Tat bezahlen müssen. Also begibt er sich auf einen Rachefeldzug, der seinesgleichen sucht. Statt einer Fortsetzung ist »The Crow« (12. September; Cinemaxx, Cinestar, Cineplex) ein Remake des ebenfalls kultigen »The Crow« von 1994. 

Statt einer 1:1 Kopie soll die Neuauflage von Regisseur Rupert Sanders jedoch eine moderne Neuinterpretation der legendären Graphic Novel von James O’Barr sein. Der Trailer lässt jedoch leider vermuten, dass aus dem rohen, dunklen und sehr stylischen 90er-Jahre-Streifen ein auf Hochglanz poliertes, sehr blutiges Gewaltspektakel geworden ist; vermutlich eher schlechtes Cosplay als würdiger Neustart. 

Für fünf Euro allerdings, wäre der neue »The Crow« vielleicht einen Blick wert. Das 3. Kinofest findet am Samstag, den 7. und Sonntag, den 8. September statt. Alle Kinokarten kosten dann nur fünf Euro und »The Crow« läuft als exklusive Vorpremiere. Teilnehmende Kinos sind Cinemaxx, Cinestar und die Cineplex-Häuser. 

Filmstarts im September:

DO 05.09. CINEMAXX, CINESTAR, CINEPLEX – Something in the water | CINEMAXX, CINESTAR – Die Ironie des Lebens

DO 12.09. CINEMAXX - EZRA

DO 19.09. CINEMAXX, CINESTAR, CINEPLEX – Speak no evil 

DO 26.09. CINEMAXX, CINESTAR – Die Schule der magischen Tiere // CINEMAXX - Interstellar | Never let go


Kinoevents im September

03.09. Alle Kinos – Best of Cinema »RoboCop«

08.09. CINEPLEXX Königsbrunn »Cine Poetry Slam - Die Nacht der 1.000 Worte im Kino«

09.09. KINODREIECK – Queerfilmnacht »Der Sommer mit Carmen«

10.09. CINEMAXX, CINEPLEX – Mozarts »Die Hochzeit des Figaro« von Royal Ballett & Opera 


Open Air – Highlights

03.09. LECHFLIMMERN – Poor Things 

06.09. LECHFLIMMERN – Anatomie eines Falls

09.09. LECHFLIMMERN – Ein ganzes Leben 

Brandon Lee Quelle: wikimedia commons

Filmfigur des Monats

Brandon Bruce Lee 

  • Geboren 1. Februar 1965 in Oakland, Kalifornien
  • Verstorben am 31. März 1993 in Wilmington, North Carolina
  • Vater: Bruce Lee
  • Beruf: Schauspieler 
  • Ausbildung: Lee Strasberg Theatre and Film Institute, New York & Emerson College, Boston
  • Erster Film: »Kung Fu – Der Film« 1986
  • Erste Hauptrolle: »Showdown in Little Tokyo« 1991
  • Letzer Film: »The Crow« 1993
  • Während des Drehs der Todesszene von »The Crow«-Hauptfigur Eric Draven wurde Lee bei einem Unfall mit einer nicht sachgemäß präparierten Waffe durch den Co-Darsteller Michael Massee erschossen
  • Die Bands The 69 Eyes, Siela und Ice Nine Kills widmeten ihm Lieder 
  • Der WWE-Wrestler Sting trägt im Ring »The Crow«-Makeup 

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