Schwarze Flora
»Böse Blumen« in Leitershofen stellt Malerei und Fotografie von Christof Rehm gegenüber.
Alles schwarz im Frühling? Recht kurzfristig entschloss sich das Galeristen-Duo Michael und Paul Kießling zur schwarz-weiß-grellen Einzelschau »Böse Blumen« in ihrem Kunstraum am Pfarrhof. Von der Gögginger in die Leitershofener Bergstraße luden sie den Augsburger Fotokünstler und Kurator Christof Rehm ein, auch sein malerisches Werk adäquat zu präsentieren. Rehm, bisher vor allem bekannt durch eindrucksvolle Schwarzweißfotos sowie sein Galerieformat »fotodiskurs«, studierte Malerei an der Münchener Kunstakademie. Freuen durfte er sich über Auszeichnungen wie den Kunstpreis Marktoberdorf, zahlreiche Projektförderungen sowie Ankäufe u.a. durch die Bayerische Staatsgemäldesammlung München.
Zur Vernissage seiner »Bösen Blumen« drängten zahlreiche Gäste in die ehemaligen Wohnräume, um – erst mal schwarz zu sehen: Düster anmutende, wandhohe Papierfahnen stellen sich auf den zweiten Blick als meisterhafte Illusionskunst heraus. Frühlingshaft heiter laden sie zum Lustwandeln, Fangen- oder Versteckspielen ein: In raffiniert geschichteten, experimentellen Lack- und Farbmischungen spiegeln vermeintliche Gothic-Variationen der Monet’schen »Seerosen« ihr aktuelles Umfeld wider, je nach Licht- und Betrachtungswinkel im Vorübergehen.
Ein Verwirrspiel, das Neugierige länger fesselt – und seinem Schöpfer singuläre Herausforderungen bot, bei Werkauswahl wie Katalogproduktion. Im Artist Talk stellte Christof Rehm jedoch klar: »Malerei – macht Spaß. Fotografie – macht keinen Spaß«. Letzteres als launige Anspielung aufs Leiden unterm Dunkeltuch in freier Natur: So entstand eine Schwarzweiß-Großformatserie seltener Pflanzen, welche den schwarz schillernden Hyperimpressionismus gleichsam erdet.
Bis zum 27. April kann man die »bösen« Blumenbouquets im Kunstraum am Pfarrhof Leitershofen erleben – auch mehrfach neu, im Wechsel von Tageszeit und Stimmung.
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Michael Kiessling, Galerist des Kunstraums am Pfarrhof Leitershofen, erzählt gerne, wie er Sandra Tröger im Münchner Ausstellungsraum »Sandkasten« kennengelernt hat – und wie schnell aus diesem ersten Kontakt die Idee für eine gemeinsame Ausstellung entstand. Noch im selben Jahr wurde daraus Wirklichkeit: »Form Farbe Raum« zeigt eine äußerst sehenswerte Auswahl von Trögers Werk in den Räumen von Leitershofen.