visionär: Benedikt Lika
Am 8. März sind in Bayern Kommunalwahlen. Aus diesem Grund haben wir Kandidat*innen unterschiedlicher Parteien nach ihrer Vision für die Kulturstadt Augsburg 2036 gefragt.
Wie könnte die Kulturstadt Augsburg in zehn Jahren aussehen?
I have a dream …
Das Kulturleben spiegelt stets den Charakter einer Stadt wider und verbindet gelebte Tradition mit der Gegenwart. Die Kultur lebt von den Protagonist*innen, den Kulturschaffenden und den Konsument*innen. Sie ist ein stetes Miteinander: lokale Initiativen, die Freie Szene, das Staatstheater, die Museen und unsere Stadt(teil)feste. Zusammen sind sie Orte des sozialen Miteinanders und der Kit, der uns als Gesellschaft zusammenhält.
Das Herz der Hochkultur, das Staatstheater, schlägt in zehn Jahren wieder im Zentrum der Stadt am Kennedy-Platz. Nebenan im »Neuen Haus« wird Raum für die Freie Szene sein. Dieses Nebeneinander schafft gegenseitige Zugänge. Gelebte Teilhabe wird dadurch niederschwelliger, Berührungsängste werden abgebaut.
Das Gaswerkareal wird sich zu einem Schmelzpunkt für kulturelle Experimente und interdisziplinäre Kooperationen entwickelt und etabliert haben.
Das Römische Museum in der Karmelitengasse wird der Startpunkt unseres neuen Museumsviertels sein, komplettiert durch das Diözesanmuseum, das Fugger- und Welsermuseum sowie das Mozarthaus – allesamt fußläufig erreichbar. Das digitale Angebot wird erweitert sein, sodass unsere Stadtgeschichte nicht nur an dieser zentralen Stelle innovativ, interaktiv und erlebbar wird.
In zehn Jahren sehe ich ein Augsburg, das seine reiche Geschichte selbstbewusst feiert und gleichzeitig mutig neue kulturelle Wege geht.
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