Gaias Garten
Mit Permakultur nachhaltig gärtnern – die perfekte Anleitung für Selbstversorger.
»Ein ökologischer Garten fühlt sich wie ein Lebewesen an, mit einem Charakter und einer Essenz, die jedem eigen ist.« So beschreibt Toby Hemenway Gärten, die mit der Natur arbeiten. Das Ziel naturnaher, sich weitgehend selbstversorgenden Gärten – eine geringe Umweltbelastung, Pflegeleichtigkeit, gute Erträge und trotzdem eine elegante Ästhetik. Solche Gärten dienen dem Menschen ebenso wie dem Rest der Natur. Dieses Buch soll es ermöglichen, die unterschiedlichen Ökosysteme des Gartens besser zu verstehen und bietet umfangreiches Wissen, um die eigene grüne Scholle entsprechend zu gestalten. Beim Lesen öffnen sich Gartenräume und es entstehen Gartenträume. Allerdings betont der Autor auch, dass das Buch zwar eine Einführung in die ökologische und permakulturelle Landschaftsgestaltung, aber dennoch kein Buch für Gartenanfänger sei.
Es finden sich zwar wenig Fotos, dafür viele hübsche Zeichnungen, Grafiken und etliche hilfreiche Tabellen, die einen tollen Überblick verschaffen. Nützliche Pflanzen für Vögel, eine Aufstellung von Wirtspflanzen für Insekten, Pflanzen für ein Brauchwasser-Feuchtgebiet oder eine Liste essbarer Wildkräuter, um nur wenige zu nennen. Kein Aspekt der Natur, der in diesem Buch nicht zur Sprache kommt. Wussten Sie zum Beispiel, dass Kümmel oder Knoblauch dynamische Nährstoffspeicher sind?
Unglaublich umfangreich und doch kompakt und übersichtlich vermittelt »Gaias Garten« komplexe Sachverhalte und subtile Verflechtungen. Von Multifunktionalismus ist hier die Rede und wird in allen Bereichen gut erklärt – auch für Menschen mit kleinem Garten hochinteressant. Denn »nichts in der Natur tut nur eine Sache«.
Man merkt, dass Toby Hemenway sein Metier lebt. Er ist Berater und Lehrbeauftragter im Bereich Permakultur und ökologische Gartengestaltung und überzeugt durch seine angenehmen, nicht zu technischen und kurzweiligen Texte.