Bilder aus Zucker
In der Galerie Süßkind ist die Ausstellung »Bilder aus Zucker« zu sehen, die Arbeiten von Susanne Pirklbauer zeigt. Bei Iacov Grinberg rief die Ausstellung zunächst Kindheitserinnerungen hervor.
Die Benennung der Ausstellung hat bei mir Erinnerungen aus der Kindheit hervorgerufen: Hasen und Hähne aus karamellisiertem Zucker auf hölzernen Stäbchen, Blumen aus Puderzucker und Sukkaden auf frisch von Oma gebackenen Kuchen. Diese Ausstellung ist nicht der Benutzung von Zucker in der Küche gewidmet. Sie zeigt etwas Anderes: die Ergebnisse der Experimente der diplomierten Künstlerin und Kunsttherapeutin mit Zuckerkristallen als Ausdrucksmittel in der Malerei.
Zahlreiche Künstler*innen arbeiten an Experimenten verschiedene Substanzen beispielsweise auf die Leinwand oder das Papier aufzutragen, um den Betrachter*innen eindrucksvolle Werke zu zeigen. Wie es bei Experimenten so ist, gelingen sie mal und manchmal nicht. Zucker gibt es im Handel in verschiedenen Farben, gelblich und weiß, in Form von Zuckerhut, Würfeln in unterschiedlicher Größe, Dichte und Kristalle. Die Künstlerin hat sich mit Kristallzucker beschäftigt.
In einigen Arbeiten spielt die Künstlerin mit der Süßigkeit, wie bei einem mit feinen Zuckerkristallen bedeckten schwarzen Spitzenhöschen. Bei dem Werk »Spiegelbild«, dessen Oberfläche aus Zucker besteht, spielt die Künstlerin auf die Generation »Selfie« an.
Die Ausstellung ist äußerst interessant. In diesem Fall ist dieses Adjektiv nicht eine übliche Floskel, die man in Berichterstattungen benutzt, wenn eine Ausstellung nichts besonderes enthält. Hier sind einige ungewöhnliche Experimente präsentiert und ihre Ergebnisse zu sehen lohnt sich. Das ist noch bis 14. Mai möglich.
www.galeriesuesskind.blogspot.com
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