Ausstellungen & Kunstprojekte

Bist du noch zu retten?

a3kultur-Redaktion

Nachhaltigkeit geht uns alle an und wird in der neuen Ausstellung im Schloss Höchstädt thematisiert. Nicht »bierernst und bleischwer« sondern mit Spaß und zum Mitmachen. 

Wo beginnt man am besten damit, nachhaltig zu agieren? Nun, zunächst bei sich selbst, im eigenen Umfeld, dem eigenen Heim. Und daher ist die interaktive Ausstellung für die Umwelt wie die Wohnung einer Familie aufgebaut: In sieben Räumen erhalten die Besucher*innen  Einblicke in die Möglichkeiten, wie sie beispielsweise im Badezimmer Wasser sparen können, oder Informationen zu nachhaltiger Kosmetik. In der Küche dreht sich alles um Ernährung, Energie und Recycling. Und im begehbaren Kleiderschrank befindet sich die Sonderausstellung »Billig ist zu teuer – Fast Fashion und die Folgen« aus dem Textilmuseum Mindelheim, die sich mit der Entstehung der »schnellen Mode« und ihrem Gegentrend der »Slow Fashion« beschäftigt.

Neben umfangreichen Informationen zu verschiedenen Nachhaltigkeits-Themen stellt die Schau Initiativen, Firmen und Projekte aus der Region vor. Die Fachakademie für angehende Erzieherinnen und Erzieher in Dillingen steuert das Ergebnis eines Schulprojektes zu nachhaltigen Spielen bei. Schüler*innen entdeckten alte Spiele wieder und stellten aus Papprollen und anderen Resten Spiele und Spielzeug her. 

In der Ausstellung selbst steht das spielerische Element zudem direkt vor Ort im Fokus. Nachhaltigkeit kann aktiv begriffen werden. Kinder der Arche Dillingen erklären thematische Begriffe, die es beim Quiz »Dingsda« zu erraten gilt. Mit einer VR-Brille werden die Gäste in der Greenscreen-Fotobox zu »Eco Heroes«, die in handgezeichneten Nachhaltigkeits-Szenarien aktiv sind. Wer will, angelt sich bereits zu Beginn einen bunten Fisch und sucht sich das farblich passende Motiv in der Ausstellungsfläche samt Nachhaltigkeitsauftrag für zu Hause: z.B. ein defektes Kleidungsstück zu reparieren statt ein neues zu kaufen oder, wenn, dann ein solches im Second-Hand-Laden zu erstehen. 

»Nachhaltigkeit ist ein großes, wichtiges und gefühlt sehr anstrengendes Thema. Deshalb haben wir uns gefragt, ob Umweltschutz auch Spaß machen darf; ganz nach dem Motto: Die Lage ist ernst, nehmen wir sie also mit Humor!«, erklärt Kuratorin Stefanie Kautz. In der aktuellen Präsentation gibt es zahlreiche Infos und Impulse hierzu.

Die Ausstellung »Bist du noch zu retten?« kann noch bis 6. Oktober immer dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr im Kulturschloss Höchstädt besucht werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung hier.  

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