Politik & Gesellschaft

Drei Fragen zu B in A

a3redaktion
8. Mai 2022

Am 10. Februar 1898 wurde Bertolt Brecht in Augsburg geboren. Im kommenden Jahr werden wir somit den 125. Geburtstag des bedeutendsten Künstlers unserer Stadt feiern. Ein solches Fest will gut vorbereitet sein. Es braucht einen gewissen Vorlauf. Die a3kultur-Redaktion trifft sich im Jahr vor dem Jubiläum mit einer Reihe von Menschen, die sich dem großen Sohn der Stadt und seinem Werk verbunden fühlen. Wir sprechen mit ihnen über Brecht und unsere Stadt und stellen allen die gleichen drei Fragen.

1. War Bertolt Brecht in seiner Vaterstadt jemals gut aufgehoben?

2. Was sollte die Stadt Augsburg sich selbst zu Brechts 125. Geburtstag schenken?

3. Was wünscht du dir im Kontext Bert Brecht für die Stadt und die Menschen, die hier leben?

 

Brechthaus Komplettüberarbeitung

1) Diese Frage könnte wohl nur er treffend beantworten. Wir arbeiten jedenfalls im Kulturreferat daran, dass sein Erbe in Augsburg gut aufgehoben ist. Unsere Kulturstaatsministerin Claudia Roth betont regelmäßig, dass sie in Berlin Aufklärungsarbeit leisten muss: Brecht war Augsburger und daher sehen wir uns in erster Linie für sein Vermächtnis zuständig. Das reicht vom Brechthaus über die Brechtforschungsstelle, den Brechtpreis bis hin zum Brechtkreis und damit verbundenem ehrenamtlichen Engagement, das wir gar nicht genug wertschätzen können. Und damit hören Sie schon meine Antwort raus: Ja, er ist in dieser Stadt besser aufgehoben denn je.

2) Um eben diesem Erbe eines der größten deutschen Literaten gerecht werden zu können, sollten wir uns eine würdige Präsentation im Brechthaus für das Geburtstagsjahr 2023 wünschen. Das werden wir mit den möglichen Mitteln angehen und eine Komplettüberarbeitung des Hauses für 2026, dem 70. Todesjahr Brechts, planen.

3) Dass sie deutlich weniger als Brecht mit ihrer Heimatstadt hadern. Seit seiner Zeit in der Stadt hat sich viel getan und ich wünsche mir, dass noch selbstbewusster mit dem unglaublich reichen Erbe der Stadt – von dem Brecht nur ein Teil ist – umgegangen wird. Augsburg ist eine europäische Kulturmetropole, und das sollten wir gemeinsam selbstbewusst vermitteln.

Jürgen Enninger

Referent für Kultur, Welterbe und Sport der Stadt Augsburg

Foto: a3kultur

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