Ausstellungen & Kunstprojekte

Eigentum verpflichtet

20 Jahre Schwäbische Galerie in Oberschönenfeld – Rückblicke und Ausblicke

»Die Kunst des Sammelns« lautet der Titel der aktuellen Jubiläumsausstelllung zum 20-jährigen Bestehen der Schwäbischen Galerie auf dem Gelände der Klosteranlage in Oberschönenfeld. Dabei ist das Sammeln selbst erst einmal keine Kunst, der Umgang mit dem Gesammelten indes umso mehr. 

Davon kann Museumsleiterin Dr. Beate Spiegel (Foto unten) ein Lied singen. Seit 2004 leitet sie das Museum, zu dem die Schwäbische Galerie gehört. Da war das Gebäude zwar schon kein quasi kernloser Stadel mehr, wie eingangs in der Baugeschichte als Einstieg in die Aussstellung gezeigt wird, sondern schon gedämmt und mit Zwischenböden aus Stahlbeton versehen. Dennoch bleibt ein Ausstellungsraum dieser Art eine Herausforderung. 

Wie soll man nun eine riesige, fast ein Jahrhundert regionaler Kunst umfassende Sammlung, die duch Schenkungen und Ankäufe stetig wächst, nun auf zwei Räume verdichtet präsentieren? Kuratorin Gudrun Szczepanek hat es versucht, und im unteren Geschoss eine Art Querschnitt der modernen Malerei aus Schwaben zusammengestellt, der seinen Anfang um 1930 beim schwäbischen Expressionisten Josef Dilger (1899–1972) nimmt und bei den noch einen Tick expressiveren aktuellen Werken von Harry Meyer und Bertram Schilling (gest. 2023) endet.

Im 1. Stock wimmelt es dann von dem Kunstpublikum wohlbekannten, aber auch unbekannten oder schon wieder vergessenen Namen. Natürlich, Karen Irmer, Franz Hitzler, Georg Bernhard ... sie alle haben sich nicht nur als Kunstpreisträger*innen des Bezirks Schwaben einen Namen gemacht. Von Jonas Maria Ried und anderen wird man noch viel hören. Aber wer erinnert sich an den 2004 verstorbenen Kunstpreisträger von 1978, Ludwig Erb? Auch solche Namen bewahrt eine so breit aufgestellte Sammlung im Gedächntnis. 

Und weil ein Archiv Platz braucht, wird es für die Sammlung des Museums beim aktuell im Bau befindlichen Kunstzentrum »Weiherhof« in Gessertshausen in naher Zukunft neue Räume für neue Konvolute und eine Restaurator*innenwerkstatt geben.

Die Ausstellung »Die Kunst des Sammelns. 20 Jahre Schwäbische Galerie« ist noch bis bis 14. Januar 2024 im Kloster Oberschönenfeld zu sehen.

www.mos.bezirk-schwaben.de

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