Einblicke
Fotografin Agnes Hörter fotografiert verlassene und verfallene Gebäude. a3kultur veröffentlicht hier einen kleinen Teil ihrer beeindruckenden Fotografien.
Das Hauptbild zeigt einen Saal in einem ehemaligen Kulturhaus im Osten Deutschlands. Das denkmalgeschützte Gebäude gehörte zu einem VEB Chemie und wurde 1953 für die 20.000 Angestellten gebaut. Über die Jahre wurde das im »sozialistischen Klassizismus« erbaute Haus um weitere Nebengebäude erweitert. 1958 verfügte das Gebäude über 100 Räumlichkeiten für diverse Feste und Freizeitgestaltungen. Zum Haus gehörten ein Theatersaal mit über 750 Sitzplätzen sowie ein Konzertsaal mit 250 Sitzplätzen. Die Bühnentechnik gehörte mit zu den modernsten Anlagen in der ehemaligen DDR. Nach der Schließung 1998 wurden verschiedene Pläne zur Nutzung des Gebäudes entwickelt, von denen jedoch keiner umgesetzt wurde, sodass der Verfall des Gebäudes weiter voranschreitet.
Fotografin Agnes Hörter, geboren 1983 in Schongau, Dekormalerin und Produktdesignerin, ist Asperger-Autistin. Sie faszinieren verlassene und verfallene Gebäude. Sie mag Dinge, die anders sind. Der Kontrast zwischen Schönheit, natürlichem Verfall und Zerstörung steht in ihren Publikationen (»Produktion eingestellt«, »Vergessene Freizeitparadiese«) im Mittelpunkt.
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