Ausstellungen & Kunstprojekte

It’s a match!

a3kultur-Redaktion

Die experimentelle Ausstellungsreihe »Groundfloor Playground« geht in die vierte Runde. Es spielen mit- und gegeneinander: Fatma Güdü und John Utting.

Eigentlich war die Ausstellungsreihe »Groundfloor Playground« ein Kind von Corona, wie ihr geistiger Vater und Vorstand des Kunst­vereins Augsburg Christian Thöner ausführt.

Das Prinzip ist ganz einfach:  Zwei Künstler*innen,  kollaborieren miteinander, manchmal, ohne sich vorher gesehen zu haben bzw. sich im Schaffensprozess überhaupt je über den Weg zu laufen.  Künstler*in A wird vom Kunstverein eingeladen und wählt sich Künstler*in B frei als »Mitspieler*in«.

So auch in dieser bereits vierten Runde: Eine reine Instagram-­Bekanntschaft verbindet Fatma Güdu (*1983 in Nürnberg) und ihren medial angestupsten Kollegen, den Briten John Utting (*1948). Dieser arbeitet vor allem mit Fotos und Prints und hat diese mit viel Gottvertrauen blindlings in die Hände Güdüs gegeben, nicht wissend, wie diese in ihre Arbeit eingebunden werden würden.

Herausgekommen ist ein Dialog von plastischen Arbeiten und kleinformatigen Collagen, in die Fatma Güdü roh, aber mit Gefühl für Komposition und ohne den Bogen zu überspannen, das fotografische Ausgangsmaterial Uttings neu arrangiert, zerteilt, übersprüht und als szenische Erweiterung ihrer plastischen Arbeiten rund um ihre sehr reduzierten Objekte anordnet, die, obwohl figürlich, buchstäblich viel Platz lassen, auch für eigene Gedanken.

»Groundfloor Playground #4« ist bis 29. Januar 2023 im Holbeinhaus zu sehen.

Im 1. Stock des Hauses warten in dieser Zeit die obligatorischen Jahresgaben für Mitglieder des Kunstvereins, die, wie bei allen Kunst­vereinen, von diesen zu einem sehr günstigen Preis käuflich erworben werden können. Insgesamt sind 40 Werke aus Malerei, Grafik und Skulptur am Start,  darunter auch zwei Arbeiten von Fatma Güdü. (Anfragen unter info@kunstverein-augsburg.de oder vor Ort).  

www.groundfloor-playground.de