Die Augsburger Kegelbahnkonzerte gehen in die 12. Staffel. Mit dabei sind Lillian Hampson, Josy, Marcoca, Janikeliah und Picky Eater.
Jahrhundertfilm
Eine monumentale Überschrift. Wird ihr der Film, den ich Ihnen diesen Monat vorstelle, mit seiner eigenwilligen Ästhetik und einem mehrere Jahrzehnte überspannenden Plot gerecht? Lesen Sie selbst:
Eine monumentale Überschrift. Wird ihr der Film, den ich Ihnen diesen Monat vorstelle, mit seiner eigenwilligen Ästhetik und einem mehrere Jahrzehnte überspannenden Plot gerecht? Lesen Sie selbst:
Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Viele Menschen haben hier gelebt, Frauen in geprägt: »In die Sonne schauen« (14. und 23. August beim Lechflimmern, ab 28. August im Liliom) erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (Hanna Heckt, 1910er), Erika (Lea Drinda, 1940er), Angelika (Lena Urzendowsky, 1980er) und Nelly (Zoë Baier, 2020er) –, deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit –unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse. Alma entdeckt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde, und glaubt, dem gleichen Schicksal folgen zu müssen. Erika verliert sich in einer gefährlichen Faszination für ihren versehrten Onkel. Angelika balanciert zwischen Todessehnsucht und Lebensgier, gefangen in einem brüchigen Familiensystem. Nelly schließlich, die in scheinbarer Geborgenheit aufwächst, wird von intensiven Träumen und der unbewussten Last der Vergangenheit heimgesucht. Als sich ein tragisches Ereignis auf dem Hof wiederholt, verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Der zweite Spielfilm von Mascha Schilinski funktioniert wie ein assoziativer Bilderstrom, der die Erinnerungsfragmente aller Figuren auf dem Hof miteinander verbindet. Bruchstücke, die sich zu einem eigentlich unmöglichen Zeugnis einer kollektiven Erfahrung formen, die sich über Generationen hinweg in den Körpern manifestiert hat. Die jungen Schauspielerinnen verkörpern die komplexen Gefühlslandschaften ihrer Figuren und deuten die geisterhaften Kräfte, die im Spiel sind, subtil an. Inszenierung, Kamera, Sound, Drehbuch und Schnitt sind meisterhaft aufeinander abgestimmt. Das Ergebnis ist ein absolut kohärentes und einzigartiges Meisterwerk, das sich filmischer Vergleichbarkeit entzieht.
Für diese Experimentierfreudigkeit wurde »In die Sonne schauen« bereits im Mai mit dem Preis der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet. Ein komplexer, fesselnder Film, der nachhallt. Bereiten Sie sich darauf vor, eine Welt zu betreten, in der die Sonne scheint, die Schatten der Vergangenheit jedoch noch weit reichen. Ein besonderes Schmankerl: Die Previews des Films beim Lechflimmern am 14. und 23. August finden in Anwesenheit des Teams statt.
Wo ebenfalls – hoffentlich – die Sonne scheint und die Schatten der Vergangenheit im absolut positiven Sinne groß sind: Beim 48. Ballmertshofer Filmfest, dem Woodstock der Open-Air-Kinosaison, vom 1. bis 3. August. Neben, Yoga, Sport und Konzerten stehen 13 Filme auf dem Programm, darunter Highlights wie »The Outrun«, »Könige des Sommers«, »Like A Complete Unknown« oder »Morgen ist auch noch ein Tag«. Weitere Infos unter filmfestkuh.de
Und wenn Ihnen das noch nicht als Alternative für Lechflimmern & Co reicht, schauen Sie doch ab 2. August mal in Ingolstadt vorbei. Im historischen Ambiente des Turms Baur der Landesfestung Ingolstadt werden unter anderem »Anora«, »Karli & Marie« oder »A Real Pain« gezeigt. Tickets und Programm unter freilichtkino-turm-baur.de
Filmfigur des Monats:
Lena Urzendowsky
- Geboren: 16. Februar 2000 in Berlin
- Beruf: Schauspielerin
- Ausbildung: 2005–2012 Theater- und Musicalschule Stagefactory Berlin
- 2014: TV-Debüt in »Die Schneekönigin«
- 2016: erste TV-Hauptrolle in »Das weiße Kaninchen«
- 2018: bilinguales deutsch-französisches Abitur und erste Kinohauptrolle in »Kokon«
- Studiert neben dem Schauspielen Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin
Kinoevents im August
DI 05.08 Alle Kinos – Best of Cinema: »Der weiße Hai«
MI 06.08. CINEMAXX – Wiederaufführung zum 30. Jubiläum: »Hass«
10.08. CINESTAR – CineArthouse: »One to One: John & Yoko«
Kinostarts im August
DO 07.08. CINEMAXX, CINESTAR, CINEPLEX – Freaky Friday | CINEMAXX – Hier kommt Lola! | CINESTAR – Weapons – Die Stunde des Verschwindens | LILIOM – Was uns verbindet
MO 11.08. KINODREIECK – Viet und Nam
DO 14.07. Alle Kinos – Das Kanu des Manitu // CINEMAXX – Willkommen um zu bleiben | LILIOM – Die Farben der Zeit
DO 21.08. CINEMAXX – Nobody 2 | CINESTAR – Lilly und die Kängurus | CINESTAR, LILIOM – Was ist Liebe wert | KINODREIECK – Monk in Pieces
DO 28.08. CINEMAXX, KINODREIECK – Die Gangster Gang 2 | LILIOM – Ausgsting // Die Rosenschlacht // In die Sonne schauen // Wenn der Herbst naht
Freiluftkino im August
FR 01.08. LECHFLIMMERN, KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – Wunderschöner | LECHFLIMMERN – Altweibersommer
SA 02.08. LECHFLIMMERN – Ein Minecraft Film // Black Bag – Doppeltes Spiel | KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – Lilo & Stitch
SO 03.08. LECHFLIMMERN – Der Pinguin meines Lebens // Paddington in Peru
MO 04.08. LECHFLIMMERN – Mission: Impossible – The Final Reckoning // Maria | KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – From the World of John Wick: Ballerina
DI 05.08. LECHFLIMMERN – Like A Complete Unknown // Bella Roma | KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – Der Salzpfad
MI 06.08. LECHFLIMMERN – Die leisen und die großen Töne // 28 Years Later | KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – Karli & Marie
DO 07.08. KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – Der weiße Hai
FR 08.08. KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – Drachenzähmen leicht gemacht
SA 09.08. KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – Die Schlümpfe
SO 10.08. KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – Die nackte Kanone
MO 11.08. KÖNIGSBRUNNER KINOSOMMER – Bohemian Rhapsody
Do 14.08. LECHFLIMMERN – In die Sonne schauen (mit Gästen)
SA 23.08. LECHFLIMMERN – In die Sonne schauen (mit Gästen)
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Nach 14 Jahren auf dem Festland kehrt Hein (Paul Boche) in seine Heimat zurück – das einzige Dorf auf einer abgelegenen Nordseeinsel. Zu seiner Überraschung erkennt ihn die eingeschworene Dorfgemeinschaft nicht wieder. Sogar sein Kindheitsfreund Friedemann distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Um herauszufinden, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt, rufen die Bewohner*innen ein Dorfgericht ins Leben. Doch im Verlauf des Prozesses mehren sich die Ungereimtheiten.