Politik & Gesellschaft

(K)Eine gemeinsame Sache

Annika Berger
1. Juli 2022

Ende Mai stand Augsburg einige Tage im Zeichen des Klimawandels und der Nachhaltigkeit. Neben dem Klimafestival »Endlich! « des Staatstheaters Augsburg fand auch die Public Climate School an der Uni Augsburg statt. Beide Veranstaltungen hatten ein facettenreiches Programm, die sich aber leider terminlich in Teilen überschnitten.

»Endlich!« Das Augsburger Klimafestival des Staatstheaters

Der Auftakt gelang in der Brechtbühne mit einer mitreisenden Lesung von Maja Göpel (Expertin für Nachhaltigkeitspolitik und Transformationsforscherin), die aus den ersten Kapiteln ihres im Herbst erscheinenden Buches »Wir können auch anders« las.

Am Folgetag fand auf dem Gelände des Gaswerks die Konferenz »Theater & Nachhaltigkeit« statt. Im Anschluss starteten Workshops zur nachhaltigen Theaterinszenierung. Schließlich lud das Staatstheater für zwei Tage in seine zweite Spielstätte in den Martini-Park. Neben einem Marktplatz der Möglichkeiten, gab es die Werkschau »Ästhetik der Krise« bei der die Besucher*innen szenische Lesungen, Videobotschaften, Hörinstallationen und Ausstellungen an verschiedenen Orten fanden. Durch verschiedene Talkrunden wurde zum einen der Einfluss der Klimakrise auf das Theater diskutiert, aber auch wie das Theater mit dem Thema Nachhaltigkeit umgehen sollte.

Public Climate School an der Uni: Wandel fängt mit Bildung an!

Die Public Climate School ist ein digitales Bildungsprogramm, das zum Thema Klimakrise und Nachhaltigkeit Bewusstsein und Aufklärung schaffen möchte. Initiiert wird sie durch Studierende, Schüler*innen, Lehrende, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen, die Teil der Friday for Future Bewegung sind. Vom 16. – 20. Mai fanden bundesweit neben Online-Veranstaltungen auch öffentliche Vorträge und Diskussionsrunden an deutschen Unis und Hochschulen statt.

Auch die Uni Augsburg war mit dabei. Bei dem Thema »Natur & Mensch«, wurden zunächst die Grundlagen für die weiteren Programme geklärt. An den folgenden Tagen fanden Diskussionen und Vorträge zu den Berührungspunkten im Kontext Klimakrise, Kultur und gesellschaftlichen Strukturen statt. Es wurde auch darüber gesprochen inwiefern intersektionaler Feminismus, (Post-)Kolonialismus und Kapitalismuskritik Teil der Diskussion und des Handels in der Klimakrise sein müssen. Beendet wurde die Public Climate School mit dem Thema Aktivismus und einem Konzert im City Club.

Die Klimakrise ist gemeinsame Sache

Wie eingangs bereits erwähnt, hatte sowohl das Klimafestival des Staatstheaters und die Public Climate School der Uni Augsburg ein sehr vielfältiges Programm, das viele Aspekte des Klimawandels beleuchtete und diskutierte. Allerdings hätten beide Veranstaltungen sich gegenseitig bereichern können, hätte eine bessere Vernetzung stattgefunden. Es gab ein paar Querverweise der Public Climate School auf das Klimafestival, doch hätte durch eine Kooperation jeweils ein erweitertes Publikum angesprochen werden können.

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