Kunst mit Herzblut
Klänge, Bilder, Situationen. Seit Juni läuft das große Kunst-Netzwerk-Projekt der Moritzkirche »STENT«
Der Himmel spendete einen feuchten Segen zur Eröffnung des auf mehrere Wochen angelegten, modularen Kunstprojekts »STENT«. Dennoch gerieten die Aufführung des »New Peace Song« von Harry Cane am 1. Juni in der Moritzkirche und die anschließende Eröffnungsfeier zur fröhlichen Party. Seither ist der öffentliche Raum in der Stadt Spielwiese für Aktionen verschiedenster Couleur wie zum Beispiel Anette Olbrichs permanente Installation »Warteschleife«, einem wenig zweckdienlichen, aber zur Kontemplation einladenden neuen Bushäuschen am Königsplatz.
STENT, das ist der Versuch, künstlerisches Schaffen mit sozialem Engagement in Verbindung zu bringen: Eine Einrichtung und eine künstlerische Instanz arbeiten bei den fünf größeren »Stents« und den 20 kleineren »stentings« zusammen: In Kooperation mit der Pfarrei St. Anna entstand die Installation »Solo Human« der Künstlerin Verena Blunck-Mader (Foto oben), inklusive Künstlerinnengespräch. Auf einer Bank vor dem Dom präsentierte die auf Totenfürsorge spezialisierte Marlene Lippok niemand geringeren als den Tod selbst – als Gesprächspartner und geduldigen Sidekick für launige Selfies. »HörBar« wurden die Geräusche verschiedener Plätze und Menschen in der Innenstadt in den drei Unterständen der Künstlerinnen Nina Zeilhofer und Valentina Braun in Kooperation mit Pfarrerin Maral Zahed vom Spirituellen Zentrum der Barfüßerkirche.
Beim »Glockendialog, Teil 1« lauschten die Teilnehmenden am Sonntagvormittag zusammen mit dem Künstler Norbert Schessl bei Sonnenschein und Tee dem Geläut der umliegenden Gotteshäuser. Und die Kinder des Kindergartens und Horts St. Moritz kamen in den Genuss, mit der preisgekrönten Künstlerin Barbara Auer das Wasserkunstprojekt »Alles fließt« zu realisieren und zu präsentieren. Immer vor Ort: Das gut gelaunte Kurator*innenduo Michael Grau und Marlene Gölz, bei dem die Fäden bzw. die »Blutbahnen« zusammenlaufen.
Bis 8. August stehen über die Stadt verteilt noch weitere größere und kleinere Happenings an. Wann und wo diese zu finden sind, erfahren Sie in unserem in Kürze erscheinenden a3kultur-Juliheft und aus der STENT-Zeitung, die kostenlos ausliegt und auf der Seite www.moritzkirche.de zum Download bereitsteht.
Die laufenden und die nächsten STENT-Projekte:
Verena Blunck-Mader: »Solo Human«
Installation in der Goldschmiedekapelle von St.Anna
bis 30. Juni zu den Öffnungszeiten der Kirche
Anette Olbrich: »Warteschleife«
Das Bushäuschen; permanente Installation
bis 1. August, ganztägig am Königsplatz
Norbert Kienle | Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Moritzkirche: »Für 'ne Leberkässemmel«
Ausstellung in der Moritzkirche
noch bis 6. Juli in St. Moritz
Erika Kassnel-Henneberg | Esther Irina Pschibul: »Von der räumlichen Dimension des Häutens«
Schutzhüllen-Bunker-Projekt in zwei Einheiten:
»Last Order«, Freitag 28. Juni bis Samstag, 29. Juni
»The Final Countdown« Freitag, 5. Juli bis Samstag, 6. Juli
jeweils 19 – 23 Uhr, Werkraum E.I.P., Äußeres Pfaffengässchen
Sophie Te | Passant*innen: »Kontaktklebeband«
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Dienstag, 11. Juli, Moritzplatz
Stefanie Kraut | JCube e.V.: »wenn die sonne tief steht«
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Eröffnung am Dienstag, 11. Juli, 19 Uhr in St. Moritz
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