Markus Maximus
Söder beschenkt Augsburg! Staatstheaterneubau erhält Finanzspritze und die Finanzierung des Römermuseums ist gesichert.
Markus Söder erweitert den finanziellen Spielraum für den Augsburger Theaterneubau. Zur Verwendung kommen sollen ausschließlich freiwerdende Mittel aus dem Topf für den geplatzten Konzerthaus-Bau im Münchner Werkviertel.
Das eine tun, das andere nicht lassen. Nach dieser Maxime verfahren Politiker*innen Land auf Land ab, im besten aller Fälle. Doch es gibt Themen, die dulden kein Lavieren. Bei diesen ist die ruhige Hand ebenso gefordert, wie der klare Verstand und letztendlich der Wille und die Größe getroffene Entscheidungen durchzusetzen, so hart sie im Einzelnen auch sein mögen. Der Bayerische Ministerpräsident ist ein Mann der zu dieser Größe fähig ist.
Nachdem er vergangene Woche in einem vielzitierten Interview mit der Süddeutschen Zeitung den finanziell nicht mehr tragbaren Neubau des Projekts Konzerthaus im Werkviertel in München mit deutlichen Worten kritisierte, war der umstrittene Luxuskulturort aus dem Büro der Architekten Cukrowicz Nachbaur angezählt.
Am Rande eines Termins auf dem Viktualienmarkt, anlässlich der Eröffnung der diesjährigen Spargelsaison, legte Söder nun nach. Die eingesparten Mittel werden demnach voll umfänglich der kulturellen Infrastruktur Augsburgs zugutekommen.
Der Löwenanteil wird dem derzeit stockenden Staatstheaterneubau am Kennedyplatz zugutekommen. Damit dürften die Etatprobleme dieser Baustelle, zumindest für die nächsten Jahre erledigt sein. Zuletzt sorgten Nachrichten von einer weiteren Kostenexplosion, die eine planbare Eröffnung des Theaters in weite Ferne rücken ließ, bei den Verantwortlichen für Magengrummeln. Diese Zeiten sind vorbei. Staatstheaterbauintendant André Bücker sieht sich in seinem Kurs voll bestätigt. Kulturreferent Jürgen Enninger nennt die Entwicklung famos und bringt den Ehrentitel Markus Söder Theater für die Baustelle ins Spiel.
Des Weiteren soll mit dem Geld aus München der Bau des von der Bürgerschaft mit Nachdruck geforderten römischen Museums realisiert werden. Seit 12 Jahren ist dieser Kulturort in der stolzen Römerstadt Augsburg vakant. Die Bauarbeiten könnten auf dem anvisierten Platz an der Dominikanergasse schon im kommenden Herbst starten. Auch hier, so war aus dem Rathaus zu erfahren, soll dem Wohltäter eine namentlich Ehrung zu teil werden. OB Eva Weber persönlich brachte per Twitter den #MarkusMaximus in die digitale Welt.
Die Politikerin wertet die Ankündigungen ihres CSU Parteifreundes Söder als Beleg für die zukunftsweisende Kulturarbeit unserer kleinen Fuggerstadt. Offene Kommunikation, transparente Projektumsetzung und ein verlässliches Erreichen der selbst gesetzten Zielvorgaben gehören hier zum politischen Alltagsgeschäft.
Nach dieser großartigen Neuigkeit kann man nur sagen: Die politische Schnellzugverbindung Augsburg München steht wieder. Tüüüt Tüüüüt!