Politik & Gesellschaft

Preiswürdig

a3kultur-Redaktion

Am Donnerstag, 1. Dezember werden im Rathaus die Träger*innen des 63. Kunstförderpreises der Stadt Augsburg ausgezeichnet.

Die Bildende Kunst geht dabei wieder einmal leer aus.

Im Rahmen einer feierlichen Preisübergabe im Goldenen Saal werden die ausgezeichneten Talente geehrt. In diesem Jahr ermittelten die Fachjurys in sechs Kategorien sieben junge Preisträger*innen. Das Gesamtpreisgeld beträgt 21.000 Euro.

Ausgezeichnet werden in diesem Jahr:

Elisabeth Nittka – Schauspiel, Jacob David Lettl – Architektur, Julie Raiss – Ballett, Franziska Hauber – Design, Alexander Pautz – Literatur sowie Bettina Aust (Klarinette) und Lea Maria Löffler (Harfe) für den Bereich Instrumentalmusik.

»Die Impulse, die von der jungen Kreativszene in Augsburg ausgehen, durchdringen unterschiedlichste Lebensbereiche und schaffen, weit über Kunstkreise hinaus, einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft. Mit dem Kunstförderpreis möchten wir diese Impulse frühzeitig wahrnehmen und wertschätzen, um jungen Kunstschaffenden bei der Entfaltung ihrer Talente zusätzlichen Auftrieb zu geben«, erklärt Kulturreferent Jürgen Enninger in der Presseerklärung zur Vergabe.

2022 wurden insgesamt 39 Bewerbungen für den Kunstförderpreis zugelassen. Die Gewinner*innen wurden durch Fachjurys ausgewählt und durch den Kulturausschuss bestätigt.

Nicht preiswürdig

Auf eine Auszeichnung in der Sparte Bildende Kunst wurde in diesem Jahr verzichtet, wie es in einer ersten Pressemeldung lapidar hieß. Ein Mehrwert für die Stadtgesellschaft, wie es Enninger formulierte, konnte die Jury bei den Arbeiten der Einreichenden wohl nicht erkennen.

Auf Anfrage der a3kultur-Redaktion wurde die folgende Erklärung im Namen der Jury nachgereicht:

»Die Prägnanz der Formulierung entspricht der Prägnanz des Sachverhalts. Die von uns vorgenommene Einschätzung erfolgte einstimmig und nach sehr wohl ausgiebiger, objektiver, der Sache angemessener Diskussion und Abwägung. Dass diese Diskussion konstruktiv und von der professionellen Erfahrung aller getragen war, versteht sich von selbst. Inhaltlich sehen wir daher keine Notwendigkeit weitergehender Begründungen. Anmerken möchten wir nur, dass selbstverständlich auch wir als Jury stets die Vergabe des Preises im Blick hatten und weiterhin haben. Die Entscheidung zur Nichtvergabe (die es ja auch in der Vergangenheit, und auch in anderen Sparten schon gab) ist sicher die schwerste, die in solch einem Fall getroffen werden kann.«

Bewerbungsbeginn für den 64. Kunstförderpreis der Stadt Augsburg ist Anfang Mai 2023.

www.augsburg.de/kunstfoerderpreis

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