Schnell aufgegabelt: Safran Restaurant & Café

Safran Restaurant & Café. Foto: Tanja Blum
Gastautor

Diesmal habe ich ein Restaurant ausprobiert, das ich schon länger im Auge hatte: Das »Safran Restaurant & Café«, welches vor allem Gerichte aus der afghanischen Küche anbietet. 

Wie der Name des schlicht eingerichteten Restaurants schon andeutet, beinhaltet die Speisekarte die ein oder andere Leckerei mit Safran. Bisher bin ich mit diesem besonderen Gewürz nur sehr selten in Berührung gekommen, daher entscheide ich mich für ein Erfrischungsgetränk mit Safran, Minze und Limette – für mich eine völlig neue Geschmackskombination. Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl an Softdrinks, Tees, Kaffeevariationen und alkoholfreien Bieren, alkoholische Getränke werden jedoch nicht angeboten. 

Ich entdecke einige Gerichte auf der Karte, von denen mir Bekannte, die in Afghanistan aufgewachsen sind, schon erzählt haben und freue mich, dass ich beispielsweise »Kabuli Palau« (Reis mit Rosinen, Pistazien, Mandeln, Karotten und Hackfleischbällchen) oder »Maschawa« (eine Suppe mit Mungbohnen, Kichererbsen und roten Bohnen) wieder erkenne. Vieles ist mit Fleisch zubereitet, aber auch Veganer*innen und Vegetarier*innen können definitiv fündig werden. 

Wir stellen uns verschiedene vegetarische Kleinigkeiten zusammen: »Borani Kadu« (gebratener Kürbis mit Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Koriander und Knoblauch mit Quarksoße), »Borani Banjan Siah« (gebratene Auberginen), dazu Reis und Naan und – worauf ich mich am meisten gespannt bin – das berühmt berüchtigte »Chakni«, eine scharfe Soße aus frischen Kräutern, grünen Tomaten, Knoblauch und Chili, die, wie ich zu einem anderen Zeitpunkt bereits lernen durfte, in der afghanischen Küche gern einfach als Dip zu Brot oder aber auch als Topping für alle möglichen Speisen gereicht wird. 

Wir haben auf jeden Fall die richtige Wahl getroffen, alles schmeckt sehr gut. Unsere Portionen sind recht überschaubar, was aber nicht schlimm ist, denn für den Preis (1 Euro für Naan, 4,90 Euro für Dal, eine Art Linseneintopf, und 7,30 Euro für die gebratenen Auberginen) könnte man sich einfach noch weitere Probierportionen oder Desserts bestellen. Wir runden den Abend geschmacklich passend mit Safran-Milchreis ab.

Das Restaurant verspricht frische, traditionell zubereitete und authentische Gerichte und mein Eindruck ist, dass dieses Versprechen auch gehalten wird. Daher ist das Safran Restaurant & Café ein Tipp für all diejenigen, die einen kleinen Eindruck von der afghanischen Kochkunst bekommen möchten.

Weitere Infos unter www.safranaugsburg.de