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Slam Bäm

a3kultur-Redaktion

HT macht’s möglich – 25 Jahre Poetry Slam in unserer kleinen Fuggerstadt.

Wer Glück hatte und ein Ticket zum Geburtstagsslam im Martini-Park ergattern konnte, konnte was erleben: Das restlos ausverkaufte Staatstheater feierte den Master des Spektakels, Horst Thieme, mit Wellen von tobendem Applaus. Natürlich bekamen auch die geladenen und ausgelos­ten Poet*innen des Abends ihren Teil an Klatschen, Johlen und Füßestampfen ab. Aber ganz ehrlich, dieser Abend gehörte Thieme. Zu Recht.

Vor 25 Jahren brachte dieser das erfolgreiche Format in unsere kleine Fuggerstadt und entwickelte es zum Publikumsrenner schlechthin. Gestartet ist der Slam seinerzeit unter dem Titel »Lauschangriff« in einem kleinen, höchst halblegalen Club namens Blauer Salon. Geworben wurde mit einem abgeschnittenen Ohr auf einer Wiese. Igitt. Danach zog Horst Thieme mit seinem Format in die Kresslesmühle weiter und landete letztendlich im Staatstheater Augsburg. Kein Bühnenprogramm in unserer Region kann auch nur annähernd eine solche 
Erfolgsbilanz vorweisen. Zum Niederknien. 

Aber vielleicht liegt es auch ein wenig an den wirklich sehr einfachen Regeln, dass die Menschen hier vom »Grand Slam« – so der offizielle Titel heute – nicht genug kriegen. In meist zwei Wertungsrunden treten die Poet*innen gegeneinander an. Wer vom Publikum am lautesten gefeiert wird, kommt weiter. Alle anderen sind raus. Die Sieger*innen bekommen Sekt und Schreibgerät. Fertig. 

Wer teilnimmt, muss seine eigenen Texte ohne Hilfsmittel im Rahmen eines Zeitslots darbringen. Lustige Geschichten gehen immer. Aber ohne eine gute Performance hat niemand eine Chance auf den Sieg. Die beste Performance dieser Slamnacht kam von Horst Thieme selbst. Der Applaus für ihn gibt mir Recht. Die nächste Show findet am Freitag, 22. Dezember in der Brechtbühne des Staatstheaters im Gaswerk statt. 

www.slam-augsburg.de
 

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