Politik & Gesellschaft

Tür an Tür wird 30

a3kultur-Redaktion

Zusammenleben, Menschlichkeit und Solidarität. Eine Laudatio von Christiane Lembert-Dobler.

Tür an Tür – was für ein Name! Mit diesem einfachen Bild des gleichberechtigten Miteinanders haben die Gründer*innen des Vereins vor 30 Jahren zum Ausdruck gebracht, was Zusammenleben, Menschlichkeit und Solidarität bedeuten: Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, in Augsburg willkommen geheißen und respektvoll behandelt zu werden und Unterstützung zu finden. Das betraf damals wie heute in erster Linie Menschen auf der Flucht – aber auch alle anderen, die aus unterschiedlichen Gründen und Motiven in unserer Stadt ankamen und ankommen. Tür an Tür bietet das warme Nest und die unkomplizierte Hilfe sowie den bedingungslosen Einsatz für jeden einzelnen Menschen auf der Basis einer allumfassenden Expertise und gelebter sozialer und kreativer Kompetenz. Was ist das Geheimnis dieses Erfolgs des Vereins, der das verkörpert, was gemeinhin mit Haltung beschrieben wird? Das lag und liegt aus meiner Sicht an den Menschen, die Tür an Tür geprägt haben. Ohne Vereinsmeierei und Sonntagsreden und ohne Schlips und Sakko. Auf lockere Art, aber immer hochprofessionell und mit sehr viel Wertschätzung für ihr Klientel haben es die Mitarbeiter*innen geschafft, aus einem kleinen Verein einen weit über die Grenzen Augsburgs und auch international bekannten innovativer Player im Integrationsbereich zu machen. Tür an Tür verkörpert das Label Friedensstadt at it’s best! Dabei sieben Jahre ein bisschen mitgemacht und im Gegenzug ganz viel gelernt zu haben, erfüllt mich mit Dankbarkeit und Stolz. Ich wünsche dem Verein und allen Mitarbeiter*innen weiterhin alles Gute, die Unabhängigkeit und die finanzielle Ausstattung, die es braucht, um diese wertvolle Arbeit fortzusetzen. www.tuerantuer.de

Christiane Lembert-Dobler ist Leiterin des Friedensbüros der Stadt Augsburg.

 

Zum Foto: Im Mai 2018 wurde Tür an Tür für sein Engagement und gelebtes Miteinander mit der Silberdistel der Augsburger Allgemeine ausgezeichnet. Foto: Silvio Wyszengrad

 

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