Wilms macht Pläne
Jan T. Wilms, neuer Leiter des Zentrums für Gegenwartskunst im Glaspalast, gibt einen ersten Einblick in seine Pläne.
Er ist erst seit ein paar Wochen im Amt – naturgemäß kann Jan T. Wilms, der im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst den langjährigen Leiter Thomas Elsen ablöst, da noch kein weitreichendes Programm offerieren – dieses kommt Ende Januar. Dann wird Wilms auch seine Konzeption für die Neue Galerie im Höhmannhaus vorstellen. Was in den nächsten Monaten passieren wird, kann der Kunsthistoriker aber jetzt schon benennen.
In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Gegenwartskunst (GfG) werden ab 4. April 2025 aktuelle Arbeiten auf Papier von Jana Schröder, Andreas Breunig und Peppi Bottrop, gezeigt werden. Eine weitere Ausstellung wird der* Preisträger*in des Zeitsicht Art Award gewidmet sein.
Bauliche Veränderungen stehen ebenfalls an: So wird die Beleuchtung in Halle1– Raum für Kunst im Glaspalast und im H2 auf LED umgestellt, und um die Flächen der weitläufigen Hallen nach Bedarf strukturieren zu können, soll es neben den schon bestehenden Kabinetten weitere mobile Elemente geben. Wilms wird die Digitalisierung der bestehenden Sammlung vorantreiben, so dass diese – auch für die Forschung – online zugänglich uns somit sichtbarer sein wird.
Der bekennende Netzwerker Wilms, offensichtlich kommunikationsstark, setzt auf Zusammenarbeit, Kooperation und natürlich Fundraising – angesichts des unverändert mageren Projektetats seines Hauses ein Muss. Für die Halle 1 – Wilms spricht konsequent von »H1« – wird sich die bislang eher regionale Ausrichtung (abgesehen von der jährlichen »Großen Schwäbischen«) hin zu allgemein wichtigen künstlerischen Positionen öffnen. Da der weite Raum klimatisiert ist, kann er sich hier auch Kunst des 20. Jahrhunderts vorstellen. Wilms setzt deutlich auf eine Erweiterung des Spektrums seines Hauses, Interdisziplinariät eingeschlossen. Er nennt das Thema Textil in seinen verschiedenen Ausprägungen, dazu Design, also angewandte Kunst unserer Zeit, aber auch Literatur, Musik und Performance; Konkretes dann im Januar.
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