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Wir alle sind Augsburg

Gastautor

Eine Welle der Demonstrationen gegen Rechts geht durchs Land. Wie kann man den derzeitigen Geist lebendig halten und Langzeiteffekte schaffen? Ein Gastbeitrag von Udo Legner

In den letzten Wochen kam immer wieder die Frage auf, was geschehen müsse, damit sich die ermutigenden Teilnehmendenrekorde der landesweiten Kundgebungen gegen Rechtsruck und Antisemitismus nachhaltig niederschlagen und nicht ohne Nachhall verpuffen. 

Die Teilnahme an den vielfältigen Programmangeboten der »Internationalen Wochen gegen Rassismus« könnte die Antwort darauf sein. Dabei handelt es sich um bundesweite Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnerinnen und Gegnern sowie Opfern von Rassismus, die in Augsburg vom 11. bis zum 24. März als Teil der aktuellen Kampagne »Wir alle sind Augsburg« stattfinden. Mit bewährten wie innovativen Formaten setzt sich die Stadt Augsburg für Vielfalt und gegen Antisemitismus, Muslim*innenfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein. 

Zu den Highlights des Programms zählen neben der Eröffnung am Montag, 11. März in der Augsburger Stadtbücherei (19:30 Uhr; der Schriftsteller Saša Stanišic stellt hier seinen Roman »Herkunft« vor) u. a. Veranstaltungen wie der Koloniale Stadtrundgang der Werkstatt Solidarische Welt (Samstag, 23. März, 10:30 Uhr; Anmeldung bis 20. März unter tickets@werkstatt­solidarische­welt.de), das 2. Vielfalt Film Festival im Augsburger Kinodreieck (18. – 24. März, Auftaktveranstaltung am Montag, 18. März, 19 Uhr im Thalia), eine Kooperation des AK Vielfalt mit dem Augsburger Kinodreieck, dem Integrationsbeirat der Stadt Augsburg und dem Grandhotel Cosmopolis, und die Kundgebung des Integrationsbeirats am Tag gegen Rassismus (Donnerstag, 21. März, anschließend DJing im Grandhotel mit Anti­Rassismus-Songs) und die Filmvorführung »The Remains – Nach der Odyssee« (Foto) im Rahmen der Reihe »Respekt!« im S-Forum der Stadtbücherei (Mittwoch, 20. März, 18 Uhr) zum Thema Wasser/Klima/Flucht im Rahmen des Weltwassertages 2024. In der Annastraße soll die interaktive Ausstellung »Exit Racism« an das Thema Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus heranführen. 

Besonders hervorzuheben ist der interkulturelle Ansatz der Augsburger Internationalen Wochen gegen Rassismus, der sich in Programmpunkten des Stadtjugendrings und der Schulen sowie in der Einbeziehung vielfältiger Organisationen und vielen Stadtteilen niederschlägt. Nachhaltige Projekte der Erinnerungskultur sind Kooperationen des Bildungsreferats, der Stabsstelle für Erinnerungskultur und des Just Kids Festivals. 

Auch die Anbringung von Gedenktafeln an den beiden städtischen Gymnasien (Maria-Theresia-Gymnasium und Jakob-Fugger-Gymnasium), die an das Schicksal ehemaliger jüdischer Bewohner*innen bzw. Schülerinnen und Schüler erinnern, wird über den Winter 2024 hinaus wirken. Weitere Infos über kommende Aktionen gibt es laufend unter 
www.augsburg.de/gegen-rassismus

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