Zuversicht? Ansichtssache.
Für die neue Ausstellung der BBK-Galerie wurde ein Thema gesetzt: Die Zuversicht. Elf Künstler*innen haben sich damit auseinander gesetzt.
Zuversicht. Ein wunderbares Wort – verweist es doch auf Hoffnung, Weite, Offenheit, die Sicherheit, dass es weitergeht. Ob ein Mensch mit Zuversicht durchs Leben geht, hängt von den Umständen ab, beruht aber ebenso auf persönlicher Disposition. Doch birgt ein solcher Begriff als Ausgangspunkt einer Ausstellung das Risiko, dass die Kunst zu nah dran bleibt, zu direkt Bezug nimmt, wie leider bei einigen der gezeigten Arbeiten in dieser vierten Runde der Ausstellungsreihe »Connected« des BBK Schwaben Nord und Augsburg.
Überzeugen können die Künstler*innen, die stärker auf Distanz gehen, so Georg Kleber und Rainer Kaiser, aber auch Dorothea Dudek und Sarah Schrof. Eine bemerkenswerte streng komponierte Fotoserie von Abou-Chamat Adidal (Foto oben) zeigt Balletttänzerinnen beim Spitzentraining, nicht nur sie selbst komplett verhüllt in Abaya und Niqab, auch der obligatorische Spiegel trägt schwarz. Diese eigentliche Unmöglichkeit, der Gap zwischen dem was wir sehen (oder eben nicht) und dem darunter und dahinter Verborgenen zeugt von – Zuversicht.
»Connected IV – Die Zuversicht« ist bis zum 13. Oktober in der BBK-Galerie im 2. Stock des Glaspalasts zu sehen. Geöffnet ist die Galerie Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 17 Uhr.
kunst-aus-schwaben.de
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