Bildung
Film

Von Dämonen und Verteufeltem

Ryan Coogler Sinners © Warner Bros
a3kultur-Redaktion

Der 20. Mai hält für die Universität Augsburg zwei Veranstaltungen bereit, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten – und die bei näherem Hinsehen doch eine stille gemeinsame Ader teilen.

Im Multifunktionsraum des Zentrums für Bewegung und Begegnung des Bezirkskrankenhauses Augsburg spricht Prof. Dr. med. Oliver Pogarell im Rahmen des Mittwochabendkolloquiums Universitätspsychiatrie Augsburg über Cannabis-Konsum und psychotische Erkrankungen. Der stellvertretende Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des LMU Klinikums München beleuchtet damit ein Thema, das gesellschaftlich längst aus dem Halbdunkel getreten ist – und dennoch mit Gespenstern zu kämpfen hat: mit Stigma, Fehlinformation, und dem alten Reflex, Sucht und psychische Erkrankung zu verteufeln, statt sie zu verstehen.

Teufel – da wäre das Stichwort. Denn am selben Abend hält Annika McPherson in der Ringvorlesung Große Werke des Films V einen Vortrag über Ryan Cooglers Sinners. In dem actiongeladenen Thriller kehren Zwillingsbrüder in ihre Heimatstadt zurück, um ein neues Leben aufzubauen. Was sie stattdessen erwartet, ist ein Übel, das tiefer reicht als ihre eigene Vergangenheit – und das aus dem Dunkel kommt.

Zwei Veranstaltungen, zwei Dämonen: der eine im Kopf, klinisch greifbar, wissenschaftlich erforscht. Der andere auf der Leinwand, mythisch und unbezwingbar.

Weitere Informationen unter: www.uni-augsburg.de 

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