»NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur«
Unter dem bundesweiten Motto »NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur« zeigt das diesjährige Augsburger Programm zum Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 13. September, wie eng Denkmäler mit den Infrastrukturen einer Stadt verwoben sind.
Besonders anschaulich wird das am Augsburger Wassermanagement-System, das seit Jahrhunderten die Stadtentwicklung prägt. Besucher*innen können unter anderem das Historische Wasserwerk am Hochablass, die Wassertürme am Roten Tor, den Unteren St.-Jakobs-Wasserturm, die Pulvermühlschleuse sowie das Kraftwerk an der Singold besichtigen und bei Führungen mehr über die Bedeutung dieser technischen Netzwerke erfahren. Auch historische und gesellschaftliche Verbindungen werden sichtbar: Zu den teilnehmenden Sakralbauten zählen St. Anna, der Dom, St. Ulrich und Afra sowie die ehemalige Synagoge Kriegshaber –
sie stehen für religiöse, kulturelle und soziale Netzwerke, die das Stadtleben über Jahrhunderte prägten. Zahlreiche repräsentative Gebäude öffnen ebenfalls ihre Türen, darunter die Fuggerei, die Fuggerhäuser, das Schaezlerpalais, die ehemalige Fürstbischöfliche Residenz sowie das Maximilianmuseum im Hainhoferhaus. Sie erzählen von Handels-, Politikund bürgerschaftlichen Netzwerken, die Augsburg zu einer bedeutenden europäischen Stadt machten. Ergänzt wird das Programm durch Stationen der historischen Stadtbefestigung – Zeughaus, Jakobertor, Fünfgratturm, Wertachbrucker Tor-Turm und Oblatterwallanlage –, die zeigen, wie Verteidigung, Wasserbau und Stadtentwicklung miteinander verknüpft waren.
Auch die Kunstsammlungen & Museen Augsburg beteiligen sich mit einem umfangreichen Programm bei freiem Eintritt. Im Schaezlerpalais erwarten Besucher*innen Führungen und ein Konzert, im Archäologischen Zentraldepot sowie im Römerlager im Zeughaus stehen ebenfalls Führungen zum Tag des offenen Denkmals auf dem Programm. Im Maximilianmuseum können Interessierte unter anderem die Modellkammer mit historischen mechanischen und hydraulischen Modellen entdecken – ein weiterer Beleg dafür, wie eng Technik, Handwerk und städtische Infrastruktur in Augsburg miteinander verbunden sind.
Weitere Informationen unter: www.augsburg.de & www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de
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