Dasein

Frisch und regional

Patricia und Melanie Breumair © a3kultur/Alexander Möckl
Gastautor

Apfel bis Ziege: Aus Liebe zum Lebensmittel und mit Herz für die Region.

Jeden Freitag und Samstag bringen die Lebensmittel­erzeuger*innen aus der Region ihre erntefrischen Produkte auf den Augsburger Stadtmarkt zum Bauernmarkt. Die Auswahl ist riesig, die Qualität überzeugend. Und die Menschen, die uns diesen Genuss ermöglichen, sprühen vor Leidenschaft. Mit vier von ihnen hat sich Alexander Möckl unterhalten.

 
»Wie viel ich zusammenbekomme, weiß ich nie«


Seit 2010 steht Imker Gerhard Amberger aus Friedberg jedes Wochenende auf dem Augsburger Stadtmarkt. 40 Bienenvölker pflegt und hegt er das ganze Jahr. Und das immer schon allein. Wie viel er am Ende »ernten« kann, hängt sehr von der Länge der Blütezeit ab. Das können pro Bienenvolk 0, aber auch einmal 100 Kilogramm sein.

Das Ergebnis seiner Arbeit jedoch bleibt immer ein Honig bester Qualität. Auch Kerzen und Figürchen aus Bienenwachs hat er im Angebot. Alle selbst gemacht und bemalt. Das Design für seine Tierchen geht auf eine Idee seiner Enkelin zurück. Eine Idee, die bei den Kund*innen sehr gut ankommt.
 

Peperoni, Paprika, Tomaten und Auberginen aus Stätzling


Schon als 1930 der Augsburger Stadtmarkt eröffnet wurde, brachte die Gärtnersfamilie Breumair aus Stätzling ihr erntefrisches Gemüse auf den Markt. Damals noch mit der Pferdekutsche. Heute steht Patricia Breumair mit ihrer Schwiegertochter Melanie am Stand. Und auch heute noch ist es ein reiner Familienbetrieb. Die vier Kinder und die neun Enkelkinder sind auch schon dabei, die zwei Hektar Anbaufläche täglich zu beackern.

Highlights dieses nunmehr in vierter Generation arbeitenden Gärtnereibetriebs sind die selbst gezüchteten und im Eigenanbau gezogenen Tomaten, Peperoni (scharf!), Paprika und Auberginen, die es ab Mitte Juni zu kaufen gibt. Aber auch jetzt schon besticht das Angebot mit knackigem Salat, Radieschen, Gurken und vielem mehr – so auch selbst eingekochter Tomatensauce oder getrocknetem Peperonigewürz. Hier steckt die Leidenschaft in jedem Produkt!
 

Spargel mit Markenschutz


Nur Spargel, der wirklich in Schrobenhausen angebaut und geerntet wird, darf sich »Schrobenhausener Spargel« nennen. Der Familienbetrieb Spargelhof Euba baut seit vierzig Jahren genau dort seinen Spargel an. Dick und frisch liegen die weißen und grünen Bündel auf dem Verkaufstisch von Andreas Euba. Die Nachfrage nach seinem Spitzenprodukt ist so groß, dass viele Gourmets schon gleich in der Früh zu ihm kommen, um sich für das Wochenende einzudecken. Verständlich, denn diese Qualität findet man nicht im Supermarkt.
 

Gelungene Kooperation
 

Die Idee ist so einfach wie genial: Der Bioland-Hof Förg (Alte Schäferei) in Bergheim produziert Eier (aus Zweinutzungshuhnhaltung, also ohne das Töten männlicher Küken), Mehle, Nudeln, Biere, Obst, Gemüse und Milchprodukte. Aus diesen Qualitätszutaten kreiert das Augsburger Genusskistle dann zum Beispiel Eis oder veredelt Käse und bringt diese Spezialitäten zum Verkauf wieder zurück in den Bioland-Hof Förg. Ein Kreislauf, der nicht nur nachhaltig, sondern auch maximal regional ist. Dieses Konzept soll kontinuierlich ausgebaut werden. Ganz nach dem firmeneigenen Motto: »Aus Liebe zum Lebensmittel und mit Herz für die Heimat!«

 

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