Sieben Kapellen von heute

18. September 2020 - 12:31 | Bettina Kohlen

Im schwäbischen Donautal sind seit 2018 ungewöhnliche Bauten am Wegesrand zu entdecken: Sieben Kapellen werden es am Ende sein – dank der Initiative der Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Frühjahrsausgabe von a3regional im März 2020. In einer aktualisierten Form ist er hier zu lesen sowie in der September-Ausgabe 2020 von a3kultur.

»Ach, Sie meinen die Denzel-Kapelle?«, erwidert der freundliche Landwirt. Nachdem wir bereits eine geraume Weile auf der Suche nach der Wegkapelle von Hans Engel herumgefahren sind, ohne fündig zu werden, war einfach einmal Fragen angesagt. Der Mann wusste sofort, wonach wir suchten, seine Wegbeschreibung führte uns in wenigen Minuten zu unserem Ziel. Diese Episode zeigt deutlich, dass schon diese erste der sieben Kapellen, die auf Initiative der Denzel-Stiftung errichtet wurden bzw. in nächster Zeit werden, von den in der Umgebung lebenden Menschen eng mit ihrem Stifterpaar verknüpft wird und so deutlich auf die Tradition des religiösen Stifterwesens verweist, in der Kunstwerke nach ihren Spendern benannt sind.

Entlang eines rund 120 km langen Radrundwegs im Donautal liegen in mehr oder weniger großer Entfernung rund um Dillingen fünf Kapellen, die sechste – derzeit noch im Bau – wird im September gesegnet. Die siebte und letzte wird bis zum Ende des Jahres errichtet werden. Den Bau dieser Wegkapellen ermöglicht und organisiert die Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung im Rahmen ihres Projektes »Sieben Kapellen«. Sieben Architekten wurde so die Gelegenheit gegeben, mit ihren Entwürfen die Tradition kleiner Sakralbauten am Wegesrand fortsetzen. Die kleinen Wegkapellen erlauben es den Architekten, außergewöhnliche Landmarken zu setzen, die wie in früheren Zeiten der Orientierung in der Landschaft dienen – ohne auf eng gefasste Nutzungsbedingungen Rücksicht nehmen zu müssen.

Doch diese Kapellen sind natürlich nicht nur skulpturale Objekte, als ökumenisch gesegnete Räume werden sie religiös konnotiert, ohne jedoch – da nicht geweiht – Kirchen im engeren Sinne zu sein. Einen Altar, Ambo oder eine ähnlich liturgisch gebundene Einrichtung gibt es dort nicht. Allerdings weist in allen Kapellen ein von dem Stifterpaar explizit gefordertes Kreuz auf den christlichen Kontext hin. Abgesehen von dieser großzügig gefassten sakralen Funktion dienen die kleinen Bauten, die alle neben einem Radweg zu finden sind, den Vorbeikommenden als Rastplatz. Bank Hocker oder Plattform im Innern laden zur – auch inneren – Einkehr, doch auch im Außenbereich finden sich passende Sitzgelegenheiten. Die deutlichste Einladung, einfach einmal Platz zu nehmen und den Proviant auszupacken, spricht die Kapelle in Gundelfingen aus, ein weitgehend offener Pavillon, der sowohl unter dem Dach wie auch vor der Kapelle einen Tisch mit einigen Hockern bietet.

Die »Sieben Kapellen« sind eine private Initiative

Elfriede und Siegfried Denzel, ein Unternehmerpaar im Ruhestand aus Wertingen, hat 2016 eine Stiftung gegründet, die das Projekt »Sieben Kapellen« ins Leben gerufen hat, 2017 entwickelt von dem Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung. An den neu entstandenen Radwegen im Kreis Dillingen sollten sieben Wegkapellen entstehen, die architektonische Landmarken setzen sollten, zugleich aber auch in der Tradition der religiösen Zeichen am Wegenetz eine, wie Fassl es formuliert, »geistliche Kartierung« geben. Mit der Festlegung auf genau sieben Bauten verweist man auf die Bedeutung der Zahl im christlich-jüdischen Kontext. Der Weg zur Findung der jeweiligen Architektur wäre über einen Wettbewerb möglich und denkbar gewesen, da es sich bei den Kapellen um markante Objekte im öffentlichen Raum handelt, doch geht das Projekt auf eine private – und unbestritten löbliche – Initiative zurück; so entschied man sich dagegen. Fassl lud vielmehr seine Wunscharchitekten ein. So reichten dann aus der Region Hans Engel, Wilhelm Huber, Alen Jasarevic und Frank Lattke Pläne ein, außerdem Christoph Mäckler aus Frankfurt und Volker Staab, Berlin. Der Kontakt zum Londoner Architekten John Pawson kam durch Dekan Helmut Haug zustande, der mit Pawson vor einigen Jahren die Neugestaltung der Augsburger Moritzkirche verwirklicht hatte. Die Zusammensetzung des Begutachtungsgremiums mag einen leichten Beigeschmack haben, da hier neben Fassl und Haug auch die Architekten Engel, Huber und Lattke vertreten waren. Doch da sichergestellt war, dass sie nicht ihre eigenen Entwürfe beurteilten und eine solche Jury bei einem privaten Projekt frei agieren kann, sollte man damit leben können. Schade ist es dennoch, und vor allem dass weder Architektinnen noch Newcomer*innen angesprochen wurden, ist vielleicht eine vertane Chance …

Die beteiligten Architekten hatten freie Hand, lediglich die nachvollziehbaren und ausgesprochen pragmatischen Rahmenbedingungen waren einzuhalten. Da das Stifterpaar aus der Holzwirtschaft kommt, liegt es nahe, das es sich aus Holz gebaute Kapellen wünschte. Auch ein Kreuz im Bereich der Kapellen war den Denzels wichtig. Da die Folgekosten ein nicht zu vernachlässigender Faktor sind, forderte die Stiftung nachhaltiges, dauerhaftes, reparaturfreundliches und pflegeleichtes Bauen. Für jeden Bau stellt die Stiftung 100.000 Euro zur Verfügung, doch stand es den Architekten frei, weitere Sponsoren zu gewinnen. So wurde beispielsweise Pawson vom dänischen Parketthersteller Dinesen mit 44 Douglasienstämmen aus dem Schwarzwald unterstützt. Da man schließlich nicht irgendwo irgendwie bauen darf, machte sich die Stiftung auf die Suche nach passenden Standorten nahe dem neuen Radwegenetz und pachtete sieben Grundstücke für jeweils 50 Jahre. Auf jedem Grund wurde ein Baufenster von 30 m2, der Standplatz der Kapelle, festgelegt. Im Einzelfall konnten die Architekten aber doch davon abweichen … Wer wo baut, war nicht fixiert, die Architekten konnten sich einen der sieben Bauplätze aussuchen.

Eine Runde drehen

Nun gut: Fünfeinhalb Kapellen haben sich am Radwegenetz bereits etabliert, machen wir uns auf den Weg. Aus Zeitgründen haben wir uns für das Auto entschieden, und erstaunlicherweise kommt man in der Regel auf diese Weise bis vor die Tür der Kapellen oder zumindest bis auf eine Distanz von wenigen Minuten Fußmarsch. Wer sich per Rad auf den Rundkurs begeben möchte, so wie es das Konzept vorschlägt, kann sich natürlich auf kurze Etappen beschränken. Wer aber alle Kapellen in einem Rutsch abhaken will, sollte vorsichtig rund zwei Tage einplanen, damit das Ganze (rund 120 km) nicht in stupides Kilometerfressen ausartet. Jahreszeit und Tageszeiten kann man außer Acht lassen, da die Kapellen ganzjährig rund um die Uhr zugänglich sind. Obwohl so auch potenziellem Vandalismus eine Tür geöffnet wird: keine Spur davon, zudem hat jede Kapelle eine Patenperson aus der nahen Umgebung, die regelmäßig nach dem Rechten sieht.

Wir Autofahrer*innen taten uns ohne Straßen- oder Radwegkarte bzw. ohne elektronische Navigationsunterstützung doch ziemlich schwer, den rechten Weg zu finden. Wer sich auf die eher vagen Ortsangaben stützt, die sich der Website des Projekts entlocken lassen, muss viel fragen und noch mehr suchen, da eine Ausschilderung am Straßenrand noch nicht die Regel ist. Sehr praktisch waren die Baustellenwegweiser der ausführenden Firma Gumpp & Maier, die uns ohne Schwierigkeiten zum Bauplatz der Kapelle von Christoph Mäckler bei Unterthürheim führten. Es empfiehlt sich also unbedingt, sich von seinem Smartphone bei der Ortsfindung helfen zu lassen. Die exakten Koordinaten der fünf bestehenden Kapellen plus ein Link zu Google Maps sind auf der Website verzeichnet, die Daten der sechsten fehlen aber noch, da ausschließlich die fertiggestellten Bauten beschrieben werden.

Ein malerischer Tempel

Am Radweg von Offingen nach Gundelfingen trifft man nahe dem Schönauhof auf einen tempelartigen Bau, malerisch am Ufer eines Weihers gelegen. Im Sommer 2018 entstand hier die erste der sieben Kapellen der Denzel-Stiftung. Der Architekt Hans Engel erdachte eine offene Architektur ohne geschlossene Wände. Ein System aus zehn kreuzförmig über einer Vierung angeordneten Säulen aus Lärche trägt in 5 m Höhe ein flaches Dach. Zwischen den Säulen hängende, bedruckte Glastafeln deuten die Grenze zwischen innen und außen an, definieren den Raum. Engels Bau spielt mit der Idee des antiken Tempels als Sakralbau, zitiert aber ebenso die Follies des englischen Landschaftsgartens, die zugleich als Blickpunkt und Aufenthaltsort dienten. Im Unterschied zu den weiteren Kapellen zeigt sich diese als offener Pavillon ohne ein explizites Innen. Deutlich wird hier besonders der Gedanke des Rastens – unter dem Dach als auch vor der Kapelle lädt jeweils ein Tisch mit Hockern ein, sich niederzulassen. Zur reinen Kontemplation eignet sich diese Kapelle weniger, da die kleine Grundfläche mit hohen Säulen und den Möbeln ziemlich vollgestellt ist; auch die Offenheit zur Landschaft und die mit Baumsilhouetten und verschiedenen Zitaten bedruckten Glastafeln bieten vielfache Ablenkung, so dass sich der kontemplative Effekt eher in der Betrachtung der Kapelle aus einigen Metern Entfernung einstellt.

Nahe bei Augsburg steht die Kapelle im Laugnatal

Die »blaue Kapelle« von Wilhelm Huber ist von
Augsburg aus am schnellsten zu erreichen, sie liegt bei Emersacker im Tal der Laugna und ist bereits von der Straße aus zu entdecken. Der an einen stilisierten Baumstumpf erinnernde Turmbau behauptet sich mit seinen 12 m Höhe mühelos vor den hohen Fichten. Das steile Dach des asymmetrischen Baus ist an einer Seite mit Zinkblech gedeckt. Unter dem weit auskragenden Überstand geht es durch ein Schiebetor in die Kapelle hinein, wo lediglich durch ein in verschiedenen Blautönen verglastes Oberlicht Licht nach innen geführt wird; je nach Wetter und Tageszeit ändert sich die Atmosphäre des Raumes – es lohnt sich, länger dort sitzen zu bleiben und dies auf sich wirken zu lassen.

Ein Stapel Baumstämme in Unterliezheim

Der englische Architekt John Pawson, der vor einigen Jahren in Augsburg die Moritzkirche viel beachtet umgestaltet hat, errichtete seine Kapelle am Radweg von Unterliezheim nach Finningen oberhalb der Mühle. Dort, wo der Wald ins offene Feld übergeht, findet sich ein Bau, der sich erst auf den zweiten Blick als Architektur zu erkennen gibt. Zunächst erscheint er einfach als Stapel zum Trocknen aufgeschichteter Baumstämme, selbstverständlich und unauffällig in die Umgebung eingepasst, doch von skulpturaler Qualität. Der Stapel erweist sich allerdings als Bauwerk aus Douglasienstämmen, ein quaderförmiger Hohlkörper von 10 m Länge und 3 m Breite, in dessen Inneres man durch einen engen Durchgang gelangt. Zunächst fällt der Blick auf das leuchtende Kreuz in der Stirnwand – die schmalen Schlitze in der Wand wurden mit bernsteinfarbenem Glas hinterfangen. An der langen Seite kann man sich auf einem Betonpodest niederlassen und in die Landschaft blicken: ein kleines unverglastes Fenster mit starker Laibung rahmt schlüssig und konzentriert die Aussicht ins Tal – es entsteht ein Andachtsbild ganz besonderer Art. Freundliche Menschen haben zudem ein paar Sitzkissen eingebracht, so zeigt sich auch hier, dass die Kapellen angenommen und genutzt werden. Von allen Kapellen ist es diese, die am wenigsten architektonisch sein möchte, doch sie erweist sich vielleicht gerade dadurch als besonders eindrucksvoll. Die Beziehung von Innen- und Außenraum wird hier sehr deutlich, man kann rasten, Tee trinken und sich zugleich im konzentrierten Hinausschauen besinnen. Pawsons Kapelle wurde inzwischen vom Onlinemagazin Arch-Daily als besonders gelungener sakraler Bau ausgezeichnet.

Eine Kapelle im freien Feld

Bei Bachhagel, einem Ortsteil von Oberbechingen, steht an einer Weggabelung die spitz aufragende Kapelle von Frank Lattke. Hier gibt es weder Wald noch Weiher, also keinen malerischen Hintergrund, vor dem der Bau sich hätte inszenieren lassen. Ebenso fehlen auffallende Marken am Horizont, so dass die Kapelle selbst ohne Wenn und Aber zur Landmarke wird. Lattke hat bei diesem Bau den Typus des Stadels mit Satteldach in alle Richtungen gezogen und verschränkt, bis der First über die Raumdiagonale läuft. Innerhalb weniger Tage wurden die vorgefertigten Bauteile vor Ort montiert, wobei die traditionelle handwerkliche Technik offen gezeigt wird. Die lichte, etwa 7 m hohe Kapelle wird an der niedrigsten Stelle des Baus betreten, schmale Lichtaussparungen rechts und links des in einer Ecke platzierten Kreuzes (Gerold Sauter) steigern die Wirkung der auf diagonale Bezüge setzenden Raum- und Dachkonstruktion, die teils wie ein Rippengewölbe anmutet.

Eine kühne Konstruktion am Waldrand

Vom Radweg nach Pfaffenhofen führt nahe der Ludwigschwaige ein Stichweg zur Kapelle von Alen Jasarevic. Die 12 m hoch aufragende Kapelle erinnert in ihrer komplexen Geometrie an ein Zelt, die dahinter stehende Idee sind jedoch zum Gebet gefaltete Hände. Der völlig mit Schindeln überzogene 6 m lange Bau erhebt sich am hinteren Ende eines langen, schmalen Grunds vor dem Hintergrund eines kleinen Wäldchens. Zum Eingang hin wird die Kapelle stetig schmaler und niedriger, so dass die Besucher*innen im Näherkommen ständig sich fließend verändernde Ansichten erleben. Betritt man die Kapelle durch das dreieckige robuste eiserne Tor, öffnet sich der Raum in einem kühnen blickführenden Bogen, der bei dem durch das Kreuz geteilte Oberlicht endet. Der Bildhauer Josef Zankl hat den Tannenholz vertäfelten Innenraum und die Oberfläche der Hocker mit einem Hohleisen bearbeitet, die so entstandene Struktur mit rund zwei Millionen Kerben erzeugt ein außergewöhnliches Spiel von Licht und Schatten.

Die sechste Kapelle ist beinahe fertig

Die von Volker Staab entworfene Kapelle wird gerade auf einem von drei mächtigen Bäumen umstandenen Bauplatz an einem Hang oberhalb des Dorfes Kesselostheim errichtet und am 19. September ökumenisch gesegnet werden. Der mit 14 m Höhe weithin sichtbare Turm mit quadratischem Grundriss zeigt eine Außenhaut mit pagodenartig ausgestellten Holzlamellen, die an einer kreuzförmigen Innenkonstruktion aufgehängt werden. Der spröde markante Bau wird eine deutliche Landmarke und so auch ein Gegengewicht zum nahe gelegenen und bislang dominanten Milchwerk setzen.

Die letzte Kapelle folgt am Ende des Jahres

Die das Projekt abschließende siebte Kapelle wurde von Christoph Mäckler entworfen, eine 12 m hohe Blockhauskonstruktion, die sich an der tradierten Form der einschiffigen Basilika orientiert. Der Bau befindet sich aktuell in der Genehmigungsphase und soll im Oktober oder November bei Oberthürheim errichtet werden.

Das Konzept geht auf

Das Projekt »Sieben Kapellen« hat bemerkenswerte Bauten am Wegesrand hervorgebracht, die in vielerlei Hinsicht das schwäbische Donautal bereichern. Da Architekt*innen bei einer solchen Bauaufgabe relativ große Freiheit und Unabhängigkeit von Baunormen genießen, können auch ungewöhnliche Konstruktionen ausprobiert werden. Die teils hochkomplexen Entwürfe der sieben Architekten wären allerdings ohne das technologische, handwerkliche und baurechtliche Know-how der Firma Gumpp & Maier aus Binswangen wohl kaum zu realisieren, die ausgewiesenen Spezialisten für Holzbau konnten mit Erfahrung und Computersimulationen auch Lösungen für die vertracktesten Ideen finden. Dies erfordert Zeit und Aufwand. Da die einzelnen Bauteile jedoch vorgefertigt werden können, reduziert sich die Bauzeit vor Ort auf wenige Wochen oder gar Tage.

Die klaren, bis auf Bank und Kreuz leeren Kapellen sind gut im Leben angekommen: Die Besucher*innen haben dort Sitzkissen deponiert und die Bauten mit Kerzen, Blumen, Engel- oder Heiligenfiguren dekoriert. Diese Ausstattungszutaten entsprechen vielleicht nicht immer dem Geschmack der Architekten, sie machen aber deutlich, wie sehr die Bauten und die Idee dahinter angenommen worden sind; die Einträge in den Gästebüchern künden ebenso hiervon. Die ökumenisch gesegneten Kapellen entlang der Donautal-Radwege funktionieren auf mehreren Ebenen. Sie setzen als traditionelle Wegkapellen geistliche, geografische und architektonische Zeichen in der schwäbischen Landschaft. Die Kapellen sind zwar sakrale Räume mit einem christlichen Kreuz, sie wirken dennoch nicht religiös festgelegt, sondern stehen jederzeit allen offen, sodass auch Nichtchrist*innen und Nichtgläubige hier einen kontemplativen Ort finden. Man kann sich dort aber ebenso vor den Unbilden des Wetters schützen oder auch einfach zum Picknick niederlassen. Da die Bauten eindeutig in den Kontext des Radwanderns eingepasst sind, eignen sie sich wunderbar als Etappenziele einer Radtour, was sicher auch dem regionalen Tourismus entgegenkommt. Nicht zuletzt bestechen die kleinen markanten Bauten mit ihrer bemerkenswerten Gestaltung. Es lohnt sich also unbedingt, den Kapellen einen Besuch abzustatten – es müssen ja nicht alle auf einmal sein …

www.7kapellen.de

Abbildung oben: Die Kapelle des britischen Architekten John Pawson erscheint zunächst als Stapel zum Trocknen aufgeschichteter Baumstämme, selbstverständlich und unauffällig in die Umgebung eingepasst, doch von skulpturaler Qualität.



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