Zauberhaft
Am 1. Dezember feierte »Schneeweißchen und Rosenrot« seine Premiere im Theater Eukitea. Ein Abend voller Wärme und Herzlichkeit für die ganze Familie ist garantiert.
Die neue Aufführung von Stefan Eckl, »Schneeweißchen und Rosenrot«, nach dem Märchen der Brüder Grimm, fasziniert sowohl Kinder als auch Erwachsene. Der erfahrene Regisseur, der seit vielen Jahren gemeinsam mit seiner Ehefrau Heidrun Eckl Märchen inszeniert, legt großen Wert darauf, in klassischen Geschichten neue Tiefen zu entdecken. Dieses Mal steht das Thema Vertrauen im Mittelpunkt – eine Eigenschaft, die laut Eckl in unserer heutigen Welt oft zu kurz kommt.
Die Mutter der beiden Hauptfiguren vertraut ihren Töchtern bedingungslos, was ihnen, so der Regisseur, die Stärke gibt, stets das Richtige zu tun. Die Authentizität der Hauptfiguren beeindruckt besonders. Laut Eckl liegt das Geheimnis ihrer Glaubwürdigkeit darin, dass die Schauspielerinnen diese Rollen schon seit ihrer Kindheit spielen. Dies ermöglicht es ihnen, ihre Charaktere mit außergewöhnlicher Wärme und Tiefe zu verkörpern.
Das schlichte Bühnenbild, die kunstvollen Puppen und die originelle Klangwelt schienen all das zu sein, was die jungen Zuschauer*innen brauchten, um sich völlig in die Geschichte hineinzuversetzen. Die Kinder verfolgten das Geschehen mit leuchtenden Augen und ungeteilter Aufmerksamkeit. Besonders große Begeisterung rief der große, massige, aber herzensgute Bär hervor.
Manchmal wurden die Kinder sogar aktiv ins Geschehen einbezogen. »Bist du verrückt?«, rief ein empörter Junge, als der gerettete Zwerg, dem die Schwestern erneut das Leben retteten, begann, über sie zu schimpfen – nur weil sie ihm den Bart abgeschnitten hatten. Dieses Empörungsgefühl wurde von anderen jungen Zuschauer*innen aufgegriffen, was die Atmosphäre des Stücks noch lebendiger machte.
Das Stück ist noch bis 12. Januar in Diedorf zu sehen.
Mehr Informationen hier.