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Von der Sixtinischen Decke bis zur Kuppel von Sankt Peter

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Festvortrag anlässlich des 400. Weihetags der Basilika St. Peter in Rom mit bisher unveröffentlichten Forschungen des Doyens der Kunstgeschichte im Haus Sankt Ulrich, Augsburg mit musikalischer Rahmung und einem Grußwort von Bischof Dr. Bertram Meier.

Die Künstlerische Schöpfung Michelangelos

Mit 71 Jahren, in einem Alter, das nach heutigen Maßstäben weit jenseits der Pensionsgrenze liegt, übernahm Michelangelo auf Wunsch und Bitten von Papst Paul III.  die Großbaustelle von St. Peter in Rom. Er brauchte keine zwei Wochen, um die vorgefundenen Planungen zu durchkreuzen und große Teile des bereits Gebauten wieder abreißen zu lassen. Der Grund war sein Begriff von natürlicher und künstlerischer Schöpfung, der allem widersprach, was bis dahin errichtet worden war. Der Vortrag wird am Beispiel eines früheren Werkes, dem Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle, jenen Geist zu rekonstruieren versuchen, der für die Planänderung des Riesenbaues verantwortlich war. Durch seine Ausnahmestellung gelang es Michelangelo, seine Vorstellungen durchzusetzen und als unantastbar zu definieren, bis nach seinem Tod durch den Zusatz des riesigen Langhaues ein von ihm nicht vorgesehenes Element hinzukam. Es wird im Vortrag nicht um die Baugeschichte im engeren Sinn gehen, sondern um jenen Begriff von Schöpfung, dem Michelangelo sich auch bei diesem Werk verpflichtet fühlte.

Weitere Informationen unter: www.bistum-augsburg.de

 

Haus Sankt Ulrich

Kappelberg 1
86150 Augsburg
Deutschland