Thomas Mann, das Judentum und Israel
Am 5. Oktober hält, im Rahmen des deutsch- israelischen Literaturtages, Prof. Dr. Em. Helmut Koopmann einen Vortrag zu Thomas Mann:
Schriftsteller sind Seismographen ihrer Zeit. Wie kaum einanderer hat Thomas Mann im 20. Jahrhundert die Physiognomie seiner Jahre in seinem Werk sichtbar gemacht. Er geriet früh in den Antisemitismus des wilhelminischen Reiches hinein, jüdische Gestalten durchziehen von Anfang an mit antisemitischen Klischees und judenfeindlichen Stereotypen fast sein gesamtes erzählerisches Werk; sympathische Juden erscheinen selten. 1921 bezeichnet er sich zwar als »Philosemit« und sprach sich gegen das »antisemitische Treiben« aus. Doch noch 1945 schrieb er: »Irgendetwas anderes ist es mit ihnen […]. Ist dies Erlebnis Anti-Semitismus?«.- Nach 1945 setzte er sich nachdrücklich für die Gründung eines jüdischenStaates ein.
Weitere Informationen unter: dig-augsburg.de
IHK Schwaben
Stettenstraße 1
86150 Augsburg
Deutschland