Mit der Polonaise startet die Brechtbühne in die neue Spielzeit. Es ist die verhängnisvolle Karnevalsfeier jener Nacht, auf der die junge Hauswirtschafterin Katharina Blum den gesuchten und des Terrorismus verdächtigten Ludwig Götten kennenlernt. Infolgedessen wird die junge Blum zum Ziel der Ermittlungsbehörden, welche auf der verbissenen Suche nach Götten und ihrer angeblichen Komplizenschaft ihr Leben bis aufs Intimste zerfleddern und dabei nicht unwissentlich auf die Hilfe des Boulevardjournalismus setzen, welcher »ganz andere Möglichkeiten« habe.
Ungeheuer!
Ein erster Blick auf die Spielzeit 26/27 des Staatstheaters.
»Alles ist eine Mischung aus Lüge und Übertreibung – und klingt manchmal fast nach schrägem Broadway«, meint der Komponist Gordon Kampe zu seiner Oper »Die Verwandlung« nach Kafkas berühmter Erzählung. Das geht schon mal gut los! Zu diesem neuen Werk, das am 10. Oktober im Martinipark Premiere feiert, liefert die »interaktive Begegnung mit dem Geist von Franz Kafka« digitalen Kontext! Nicht ganz so »UNGEHEUER« (so lautet das Spielzeitmotto 26/27), doch womöglich auf die Spitze getrieben wird es beim Ballettklassiker »Cinderella«. Wie schön, dass Prokofjews Ballettmusik mit Orchesterbegleitung und in der Choreografie von Ricardo Fernando ab dem 31. Oktober im Martinipark auf die Bühne kommt. Eine spannende Uraufführung gibt es nach »Frau Yamamoto ist noch da« als Eröffnungspremiere am 2. Oktober (Dea Loher) ab dem 27. November auch im Sprechtheater, wo das Leben des Showmasters Hans Rosenthal in Felix Krakaus »Halli Galli« auf der Brechtbühne auch der Verdrängung der Vergangenheit nachspürt.
Weitere Informationen unter: www.staatstheater-augsburg.de