Zum Interview trafen wir Stephanie Schmid bei einem ihrer Kunden, der Schrebergartenwirtschaft »Im Garten« auf der Perzheimwiese im Augsburger Thelottviertel. Die Brauerei Ustersbach hat viele Gastrokund*innen, jedoch nur einige Gasthäuser im Eigentum. Neben dem weithin bekannten Bräustüble beim Brauhaus gehören die Holzkohle-Grillrestaurants FeuerWerk in Augsburg neben der City-Galerie sowie in Fischach und das Landgasthaus Leuthau mit seinen Fischspezialitäten in idyllischer Lage an der Wertach bei Schwabmünchen dazu. Nach dem Gespräch kam der Durst.
Mehr als Nahrung
Das Themenspektrum beim Kultursalon Schwaben 2024 ist breit gefächert. Ein solches Angebot auf die Beine zu stellen, ist für die a3kultur-Redaktion nur möglich in der Zusammenarbeit mit externen Kurator*innen. Einer von ihnen ist Benjamin Mitschele.
Essen und Trinken gehören zum kulturellen Wertekanon unserer Region. Kosten Sie doch mal – wir sprechen auch darüber. Das Catering des Kultursalons wird nachhaltig, regional und köstlich vom Team der Alten Liebe zubereitet. Dazu sind Kooperationen mit hervorragenden Produzent*innen, aber auch diversen Foodaktivist*innen in Planung. Natürlich starten wir diesen Programmpunkt mit einem gemeinsamen Mittagessen im Garten des UBZ. Das anschließende Gespräch zum Thema wird von Benjamin Mitschele kuratiert, dem ausgezeichneten Koch der Alten Liebe.
PANEL VIII
Mehr als Nahrung
Samstag, 28. September, 12 – 15 Uhr
Gäste: Manuel und Katharina Förg (Alte Schäferei Bioland-Hof Förg), *Jürgen Kunzmann (Kunzmann Fruchtsaft GmbH & Co. KG.), u.a.
Moderation: Matthias Hacker (BR2)
Bei den meisten Panels des Kultursalons ist der Eintritt frei.
Anmeldung: reservierung@a3kultur.de (Sie wird durch die Bestätigung der a3kultur-Redaktion wirksam.)
Kuration:
Benjamin Mitschele ist Küchenchef des Restaurants Alte Liebe in Augsburg, bekannt für moderne Interpretationen klassischer Kochkunst.
Eine Küche. Zwei Konzepte. Das Restaurant »Alte Liebe« vereint Freiheit, Kreativität und Leidenschaft fürs Kochen. Die Grundlage bildet eine frische, unverbrauchte Küche mit Liebe zum Produkt, zur Regionalität und zu den besonderen Eigenschaften der Zutaten.
Mittwochs und donnerstags bietet das Restaurant eine entspannte À-la-Carte-Atmosphäre mit modernen Bistro-Gerichten, für deren Zubereitung viele Produkte aus der eigenen Gärtnerei verwendet werden. Eine umfangreiche Weinkarte mit Fokus auf Deutschland und Europa ergänzt das Angebot.
An Wochenenden wird ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes 8-Gang-Tasting-Menü serviert. Dieses folgt dem Lauf der Jahreszeiten und nutzt Lebensmittel aus der Region, der eigenen Gärtnerei und von lokalen Produzenten. Die hauseigene, bio-zertifizierte Gärtnerei baut nach Naturland-Richtlinien alte Gemüsesorten, Kräuter und Blumen an. Teile der Flächen sind mit bienenfreundlichen Kulturen bepflanzt.
Küchenchef Benjamin Mitschele interpretiert klassische Kochkunst modern und leichtfüßig. Seine klare Handschrift zeigt sich in sicher gesetzten Akzenten und einem tiefen Verständnis für Geschmack und das Zusammenspiel der Zutaten. Ungewöhnliche Kompositionen finden ebenso ihren Platz. Das Ergebnis ist eine Küche, die ohne Druck zelebriert wird und einfach Freude bereitet. Am Ende des Menüs fühlt man sich in eine ausgesprochen angenehme Stimmung versetzt.
Manuel und Katharina Förg, ursprünglich Historikerin und Mediziner, haben den elterlichen Biolandhof Förg am Stadtrand von Augsburg übernommen und ihn schrittweise in einen vielfältigen Bio-Betrieb mit Hühnerhaltung, Getreideanbau, einem Hofladen und einer Craftbier-Brauerei verwandelt, wobei sie sich auf alte Rassen und Sorten konzentrieren und Teil eines wachsenden Netzwerks für bioregionale Kreisläufe in und um Augsburg geworden sind.
Matthias Hacker Während seines Studiums an der LMU München engagierte er sich intensiv im Studentenradio. Nach einem Zwischenstopp bei einem Schweizer Independent Radio fand er seinen Weg zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Heute arbeitet Matthias für den Zündfunk und Nachtmix auf Bayern2 sowie für PULS, wo er seine Begeisterung für alternative Musik und Popkultur einbringt.
Wie geht Kulturarbeit und Nachhaltigkeit?
Ende September lädt die a3kultur-Redaktion zu ihren mittlerweile vierten Salontagen ein. Ausgehend vom »Augsburger Modell«, bei dem sich nachhaltiges Leben auf die vier Säulen Ökonomie, Ökologie, Soziales und Kultur stützt, untersuchen wir die Frage: Wie tragfähig ist diese vierte Säule?
In diesem Jahr finden die meisten Veranstaltungen des dreitägigen Vernetzungskongresses für Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im – fast noch nagelneuen – Umweltbildungszentrum im Augsburger Stadtteil Spickel statt. Unter dem Motto »Wie geht Kulturarbeit und Nachhaltigkeit?« werden in Workshops, Vorträgen und Diskussionen u.a. bemerkenswerte Architekturkonzepte vorgestellt, über die Zusammenhänge von Kultureller Bildung und Resilienz diskutiert, die Formen sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit in der Festivalszene untersucht und die Prozesse von erfolgreichen Kulturfördervereinen hinterfragt. Ein besonderer Fokus des Salons liegt in diesem Jahr auf dem Themencluster Kunst- und Kulturfreiheit, mit Vorträgen, Diskussionen sowie dem DJ-Set »Nacht der verbotenen Lieder«. Mit unserem Kooperationspartner aus der »Alten Liebe« arbeiten wir an einem ungewöhnlichen Cateringkonzept, an dem alle Besucher*innen teilhaben. Und wir machen uns Gedanken über Essen und Trinken als Teil unserer kulturellen Identität.
Mit unseren Partner*innen vom UNESCO-Welterbe-Büro, den Aktivist*innen aus dem Schwabencenter und Macher*innen aus diversen kulturellen Szenen entwickeln wir für den Salon »qp zwei«, einen Quartierparcours zwischen Villenviertel, Hochhaussiedlung und Welterbe am Fluss.
Besuchen Sie den Kultursalon Schwaben. Diskutieren Sie mit uns die Zukunft.
Bei den meisten Panels des Kultursalons ist der Eintritt frei.
Anmeldung: reservierung@a3kultur.de (Sie wird durch die Bestätigung der a3kultur-Redaktion wirksam.)
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