Kulturelle Sichtbarkeit ist eine grundlegende Voraussetzung, wenn es darum geht, einerseits den gesellschaftlichen Stellenwert von Kunst und Kultur widerzuspiegeln sowie ganz konkret Kulturorte und deren Programm auf vielfache Weise im Mikrokosmos einer diversen Stadtgesellschaft zu präsentieren. Zweifelsfrei verändert sich kulturelle Sichtbarkeit. Das liegt mitunter an der veränderten Bedeutung von Printmedien, in denen Kulturveranstaltungen beworben werden. Hinzu kamen neue digitale Möglichkeiten. Allerdings ohne analoge Werbeorte vollständig zu verdrängen.
Frieden feiern
Das hohe Friedensfest wird seit 1650 jährlich am 8. August als offizieller Feiertag zelebriert.
Damit hat die Stadt Augsburg die meisten gesetzlichen Feiertage in ganz Deutschland. Was ursprünglich die Geschichte der Unterdrückung von Protestant*innen in Augsburg während des Dreißigjährigen Krieges verkörperte, wurde mit der Zeit viel weiter gegriffen. Wie der Name »Friedensfest« schon verrät, hat der Kerngedanke von Frieden feiern zwar immer noch Priorität, mit der sich seit 1650 stetig ändernden politischen Situation, sind die Themengebiete jedoch etwas komplexer und zugleich vielfältiger geworden. Heute geht es weniger um die Auseinandersetzung von Protestant*innen und Katholik*innen, es geht vielmehr um die Daseinsberechtigung von allen Religionen, Kulturen und Ethnien. Der Feiertag am 8. August soll die Menschen daran erinnern, dass kulturelle Vielfältigkeit etwas sehr positives ist, dass man etwas voneinander lernen kann und wir als große Gesellschaft in Frieden miteinander leben können und sollten.