Politik & Gesellschaft

Die Nachhaltigkeitsmaschine

a3kultur-Redaktion

Der lange Weg vom Engagement zur Realität.

  

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Der Treibstoff für das Nachhaltigkeitsengagement – also Inspiration, Energie, Solidarität, Wissen – kommt aus unserer Gesellschaft. Er »sickert« seit Jahren in lokale Strukturen wie das Agendaforum (1), den Nachhaltigkeitsbeirat (2) und einige weitere, kleinere Initiativen unserer Stadt ein. Er ist die fortwährende Belebung des Themas.

In den Nachhaltigkeitsbeirat werden vom Stadtrat Expert*innen aus den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Soziales und Kultur berufen. Diese entwickeln die Zukunftsleitlinien als organischer Prozess (3). Diese Leitlinien sind politisch nicht bindend, dienen aber der Verwaltung bei der Erarbeitung der Beschlussvorlagen für die Rathauspolitik. (4)

Letztendlich entscheidet der Stadtrat, ob und in welcher Form den Zukunftsleitlinien Bedeutung beigemessen wird. Auch auf die Arbeit des Nachhaltigkeitsbeirats ist der Einfluss der Parteien nicht unerheblich. Wie überall in der Politik ist das Ergebnis auch vom Wirken diverser Interessengruppen abhängig. (5)

Stimmt der Stadtrat für einen Prozess ohne Beachtung der Leitlinien, wandert das Thema zurück in die Stadtgesellschaft und verstärkt den dort herrschenden Druck. (6)

Bei einem Go gelangt das Thema von den Entscheidungsträger*­innen in den Transformationsinkubator (7). Hier werden aus Entscheidungen Realitäten, also ein neuer Kindergarten, eine Industrieansiedlung, verringerter CO2-Ausstoß oder ein neues Staatstheater. Dass die erzielten Ergebnisse zuweilen von den getroffenen Entscheidungen abweichen, liegt oft an diesem äußerst undurchsichtigen Modul. Hier spielen Faktoren wie Kosten, Öffentlichkeit, Machtverhältnisse, Laune, Glück und Gier eine Rolle.

Ein Thema, das es durch den Inkubator geschafft hat, gelangt nun gesättigt an den Werten der Leitlinien zurück in die Gesellschaft und bringt diese ein klein wenig mehr zum Leuchten. Lebenslust und Image der Stadt entwickeln sich. Außerdem ist eine positive Energierendite als weiterer Gewinn zu verbuchen.

 

Sehen Sie hierzu auch unsere anderen Beiträge zu diesem Thema:

Die Nachhaltigkeitsmaschine Teil 1

Halb voll oder was?

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