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Wir, KI und die Kunst

a3kultur-Redaktion

Künstliche Intelligenz als großer Gamechanger: Mitte Januar lud a3kultur zum Gespräch in den Glaspalast. In den großzügigen Räumen der neuen BBK-Galerie moderierte Jürgen Kannler eine siebenköpfige Runde aus Kunstschaffenden und Expert*innen, um KI mit ihren Folgen nicht nur für die Kunst zu beleuchten.

»Wenn wir KI nicht beherrschen lernen, wird sie uns beherrschen« – lautete eine von zahlreichen Wortmeldungen aus dem ebenso zahlreich erschienenen Publikum. Vergangenen Herbst erregte KI-basierte Kunst Aufmerksamkeit in Augsburg, bei der Veranstaltung »Trauma Porn« des generativen Bildpioniers Boris Eldagsen und in der Folge durch ein ohne Modell entstandenes Foto in der 75. Großen Schwäbischen Kunstausstellung. 

Dessen Schöpfer, der Künstler Gerald Bauer, zeigte im a3kultur-Salon den Verlauf seiner experimentellen KI-Bilderserie. Die Medienkünstlerin Erika Kassnel-Henneberg präsentierte anschließend eine Auswahl ihrer jüngsten Werke, darunter »reanimierte« alte Schwarzweißporträts. Tina Lorenz (Digitaltheaterpionierin, Leiterin des Hertz-Labors im ZKM Karlsruhe) prophezeite das baldige Aus für diverse Gestaltungsberufe. Horst Thieme (Smart City-Experte, Augsburgs Poetry Slam Master) stellte die Technik des »Promptens«, also des Formulierens von Textbefehlen an die KI, als neue Grundfertigkeit heraus – wer sie jetzt übe, habe einen Vorsprung. 

Prof. Dr. Alessandra Zarcone (Professorin für Sprachtechnologien und kognitive Assistenz, TH Augsburg), berichtete über soziologische und ökologische Auswirkungen der KI und hatte auch gute Nachrichten bezüglich kürzlich verabschiedeter EU-Rechtsgrundlagen hierfür.  Solche hatte Martina Vodermayer (Designerin, Künstlerin, a3kultur-Autorin) angemahnt, im Interesse ihrer Leser*innen. Gastgeber Norbert Kiening, Vorsitzender des BBK Schwaben-Nord, bekräftigte mehrfach den Stellenwert persönlichen Urteilsvermögens – damit wir die KI kontrollieren, nicht sie uns.

Nach gut zweistündiger Diskussion war längst kein Ende in Sicht – lediglich ein »Break«. Der a3kultur-Salon plant weitere Gesprächsrunden in Kooperation mit dem BBK Schwaben-Nord und Augsburg und Ständige Konferenz e.V.
 

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