»Manchmal brauche ich Sicherheit«
Noch bis zum 8. August findet das traditionelle Augsburger Friedensfest unter dem Motto »un_sicherheit« statt, dass seit vielen Jahren multireligiös und vielkulturell mit einem mehrwöchigen Kulturprogramm gefeiert wird.
Die Darbietungen im Zeitraum vom 24. Juli bis 8. August sind vielfältig, behandeln jedoch alle dasselbe Thema: Frieden und Sicherheit. Traditionell blüht Augsburg in diesem Zeitraum regelrecht auf und steht damit für ein gelebtes friedliches und gleichberechtigtes Miteinander. Von Ausstellungen, Stadtführungen und Workshops für Kinder und Jugendliche, bis hin zu Theaterstücken, Lesungen und Musikauftritten ist ein breites Angebot gegeben. Unter anderem kann man sich am 4. August auf einen internationalen Kurzfilmabend mit dem Titel »Verunsicherungen« freuen.
Ein wichtiges, sehr aktuelles Thema greift das Projekt »Trialog: wie wir über Israel und Palästina sprechen« am 6. August auf. Shai Hoffmann, ein deutscher Jude mit israelischen Wurzeln und Jouanna Hassoun, eine Deutsch-Palästinenserin schaffen gemeinsam in ihrer Gesprächsrunde einen offenen Raum, um über Krieg, die gegenwärtige Eskalation in Israel und Palästina sowie die Auswirkungen für das muslimische und das jüdische Leben in Deutschland zu sprechen.
Ein weiterer Programmpunkt ist das fotodokumentarische Projekt »Jahrgang 2008«, indem Fotografin Ella Seger junge Menschen, die in diesem Jahr 18 werden, begleitet und zeigt, was sie bewegt. In dem Projekt entsteht gemeinsam mit den Teilnehmenden Raum für ihre Gedanken, Wünsche und ihre Sicht auf die Welt. Die Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen persönlicher Lebensgestaltung und gesellschaftlichen Erwartungen. Die Ausstellung ist noch bis zum 9. August zu sehen. Des Weiteren gestalteten Kinder von Grund- und Förderschulen, im Rahmen eines Malwettbewerbs, Werke mit unterschiedlichen Materialien und Techniken.
Unter dem Motto »Manchmal brauche ich Sicherheit« sind diese noch bis zum 20. August ausgestellt. Im Rahmen des Friedensfestes gibt es zudem noch bis zum 8. August die Möglichkeit, die altbewährten, traditionellen »Friedenstafeln« zu besuchen. Dort findet ein Austausch von selbst mitgebrachten Speisen und Getränken sowie das Kennenlernen und die Begegnung mit den Tischnachbarn statt. Sie sollen das gelebte friedliche und gleichberechtigte Miteinander symbolisieren.
Außerdem wurde im Juli der sogenannte »PeaceTower« als weiteres Friedenssymbol fertiggestellt. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie im Beitrag »Hohe Kunst am Bau«.