Nur echt mit Brecht

13.02.2020 - 19:53 | a3redaktion

Die Lange Brechtnacht am 15. Februar verfolgt einmal mehr Impulse der zeitgenössischen Popkultur im Umgang mit der Widersprüchlichkeit der heutigen Welt.

Angesichts dieses frechen, bunten Blumenstraußes an Musik, der dieses Jahr geboten wird, erscheint es als gelungene Wahl, die Lange Brechtnacht im Kongress am Park stattfinden zu lassen. Durch mehrere Stages geballt an einem Ort und einem zum Teil gleichzeitigen Programm, erhält die Veranstaltung einen Festivalcharme, der sicher im Sinne des diesjährigen Konzepts ist.

Den Auftakt im Großen Saal macht um 19:30 Uhr Gisbert zu Knyphausen, der 2019 aus gesundheitlichen Gründen absagen musste. Der Songwriter gehört sicher zu den Besten seiner Zeit – umso schöner, dass er seinen Auftritt nun nachholt. Wer es ein wenig verstörender mag, kann stattdessen um 19:45 Uhr im Saal Baramundi Shari Vari besuchen, ein Elektronic-/Dance-Duo, so vielseitig und psychedelisch zugleich, dass man sich darin verirren kann. Der Indie-Knaller des Abends sind The Notwist um 21:15 Uhr im Großen Saal, eine facettenreiche Band aus Oberbayern, die seit Jahrzehnten international für Begeisterung sorgt. Parallel dazu prallt Bernadette La Hengst auf die Brasser von Banda Internationale, die Brecht eigens für diesen Abend völlig neu interpretieren. Ihnen folgt der Deutsch-Rapper Fatoni (Foto: Jan Philipp Welchering) um 23:30 Uhr, der für seine intelligenten, witzigen und zynischen Texte bekannt ist. Seinen schrägen Höhepunkt hat die Brechtnacht mit Voodoo Jürgens um 23:30 Uhr im Saal Baramundi. Seine im Wiener Schmäh vorgetragenen Texte, voll von Schatten und Humor, haben ihn zur Underground-Legende gemacht.

Alle Termine unter:
www.brechtfestival.de

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