Das Staatstheater Augsburg und das Sensemble Theater sind die wohl bekanntesten Theaterinstitutionen in Augsburg. Doch was gibt es darüber hinaus? Was macht die Theaterlandschaft in dieser Stadt vielfältig? Bei meiner Recherche bin ich auf das Utopia in Action-Kollektiv (UiA) gestoßen, das Theater handlungsorientierter denkt. Ich habe mich mit Nina Roob und Rosa Koeniger zum Gespräch getroffen und über einen mir bis dahin unbekannten, aber wertvollen Ansatz des Theatermachens gesprochen.
Manni sagt und singt »Ja!Schatz!«
Nicht nur für Veronika ist er endlich gekommen, der Lenz! Er rief auch Manni, den eingefleischten Junggesellen samt dem Papagei, der keine harten Eier mag, auf den mit der nötigen Portion »Augschburger« Schlitzohrigkeit geschmiedeten Hochzeits-Plan. Gekonnt gab Matthias Klösel Manni, den Schnösel. Schnodderschnäuzig und vollkommen »liederlich«, doch in vollstem Vertrauen auf die liebende Kraft des Universums und Pfarrer Flieges Liebestinktur kredenzte der Augsburger Schauspieler in der aktuellen Produktion »Ja!Schatz!« (Regie: Reik Bergeman) ähnlich dreiste Reime. Die nämlich finden sich zuhauf im zeitlos 30er Jahre. Bestens bekannt u.a. aus den Kehlen der »Comedian Harmonists«, werden hier Höhen und Tiefen von Liebeslust und -frust in feinster Ohrwurmqualität abgehandelt. Georg Kreisler, Charles Aznavour oder Bodo Wartke hielten besonders im zweiten Teil des Abends die kaltblütig skurrilen, musikalisch bewährten Lösungen für Beziehungsprobleme aller Art parat. So segelte der eingefleischte und positiv bestärkte Junggeselle Manni, bewaffnet mit der modellhaften Barbiepuppe in der Hoch- zeitsanzug-Tasche, bef lügelt vom f lotten Tastenwind seiner Begleiterin Stephanie Knauer und bewundert von der geladenen Hochzeitsgesellschaft im stilvollen und intimen Ambiente des Kaminzimmers der Silbermann-Villa routiniert und volle Kraft voraus doch noch in den Hafen der Ehe! (rbg)
Nochmals mit Manni Junggesellenabschied feiern kann man am 28. und 30. März, allerdings im Mozarthaus.
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